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Der 9. November –Schicksalstag der Deutschen?Zusammenstellung vonRüdiger BlankertzVersion 2.02 | 2007

21 Feb

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Der 9. November in der (deutschen) Geschichte — Zusammenstellung von Rüdiger Blankertz
(Vers. 2.02 | 2007)
Der 9. November –
Schicksalstag der Deutschen?
Zusammenstellung von
Rüdiger Blankertz
Version 2.02 | 2007
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Der 9. November in der (deutschen) Geschichte — Zusammenstellung von Rüdiger Blankertz
(Vers. 2.02 | 2007)
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Der 9. November ist der 313. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 314. in
Schaltjahren), somit bleiben 52 Tage bis zum Jahresende.

  1. November (Deutschland)
    Auf den 9. November fallen in den Jahren 1848, 1918, 1923, 1938 und 1989 eine
    Reihe von Ereignissen, die insbesondere für Deutschland als politische
    Wendepunkte gelten. Darum gilt dieser Tag als ein besonders
    «schicksalsträchtiges» Datum der neueren Geschichte in Deutschland und wird
    daher auch als «Schicksalstag der Deutschen» bezeichnet.
    Ereignisse
  • 9.11.302 Nach der freimaurerischen Überlieferung werden vier geheimnisvolle
    Männer am 9. November 302 in Carnuntum, Pannonien, hingerichtet. Sie gelten
    auch der römischen Kirche als Märtyrer ‹Quatuor Coronati› – die vier Gekrönten)
    Von ihnen berichtet die Legende von den ‹Vier Gekrönten›: Um 305 verlangte
    Kaiser Diokletian – der Sage nach – von einer Gruppe von Steinmetzen, sie
    sollten heidnische Götterstatuen anfertigen. Ihre Weigerung brachte ihnen den
    Tod, aber ihre Auflehnung gegen diese Einschränkung sowohl der persönlichen
    wie korporativen Freiheit erhielt symbolische Bedeutung. Deshalb wurden sie als
    die «Vier Gekrönten» (Quatuor Coronati) von den Steinmetzen zu ihren
    Schutzheiligen erkoren. Sie wurden bereits im 7. Jahrhundert in der Basilika
    Quatuor Coronati in Rom verehrt. Weitere Nachweise für ihre Schutzfunktion
    finden sich erst 700 Jahre später.
  • 9.11.324: Weihetag der Lateranbasilika. Papst Silvester I. weiht die von Kaiser
    Konstantin erbaute Lateranbasilika, die Kirche wird auch als «Mutter und Haupt
    aller Kirchen der Stadt Rom und des ganzen Erdkreises» bezeichnet, weil sie
    auch Hauptkirche und der Sitz des Bischofs von Rom, des Papstes, ist. –
    Anfang des 4. Jahrhunderts war dort, an der Aurelianischen Stadtmauer, das Quartier der
    Elitetruppen, der equites singularii des Kaisers Maxentius. Nachdem Konstantin Maxentius
    312 besiegt hatte, befahl er, die Kasernen der Reiter im Zuge einer damnatio memoriae
    schleifen zu lassen. Da dieses Gebiet innerhalb der Stadt war – anders als das vatikanische
    Areal -, ließ er an dieser Stelle eine christliche Monumentalbasilika und ein Baptisterium
    bauen. Fausta, Konstantins Frau und Schwester von Maxentius, übergab bereits 313 ihr
    Haus auf dem Grundstück dem Bischof von Rom, Miltiades, für ein Bischofskonzil; dieses
    Privathaus war allerdings nicht Teil des späteren Palastes. Von welchem Zeitpunkt an der
    Lateran die Residenz der römischen Bischöfe war, ist in der Forschung bis heute umstritten.
    Er lag gleich neben dem Kaiserpalast, der in Teilen in der Kirche Santa Croce in
    Gerusalemme weiterexistiert. Die Lateranbasilika war diejenige von den drei
    konstantinischen Großkirchen, die innerhalb der Stadtmauern lag und somit als Kathedrale
    diente. Die Petersbasilika und Sankt Paul vor den Mauern befanden sich über den Gräbern
    der Apostel außerhalb der Stadt. Darum ist die Kirche noch immer die offizielle
    Bischofskirche des Papstes und trägt als solche den Ehrentitel «Omnium urbis et orbis
    ecclesiarum mater et caput» – Mutter und Haupt aller Kirchen der Stadt Rom und des
    Erdkreises, weswegen sie die ranghöchste Patriarchalbasilika ist. Sie wurde ursprünglich
    dem Erlöser (Salvator) geweiht, erst später wurde sie Johannes dem Täufer (San Giovanni)
    gewidmet. (wiki)
  • 9.11.400 Die Maurer und Steinmetzen nehmen die Quatuor Coronati als ihre
    Schutzheiligen an.
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  • 9.11.595 Papst Leo IV veranlaßt, die Reliquien der Quatuor Coronati von
    Pannonien in die neue Basilika ‹Quatuor Coronati› auf dem Caelius Hügel in Rom
    zu überführen. Das Datum ergibt sich aus dem bis heute gefeierten Gedenktag.
  • 9.11. Namenstag: Theodor
  • 9.11.694 Der westgotische König Egica (Reich von Toledo) begann mit der
    Judenunterdrückung: Ihnen wurde verboten, Märkte zu besuchen und Handel mit
    Christen zu treiben. 9. November: Höhepunkt der judenfeindlichen
    Gesetzgebung. Vorwurf der Konspiration mit den Moslems führte zu
    Ausweisungen und Versklavung. Die Kinder wurden ihnen weggenommen und
    Christen zur Erziehung übergeben.
  • 9.11.1225 Friedrich II. von Hohenstaufen heiratet in Brindisi die Königin von
    Jerusalem, Isabella II (Jolande) und erklärt sich zum K ö n i g v o n
    J e r u s a l e m . Isabella starb bereits 1228 bei der Geburt des späteren Konrad
    IV., hatte aber damit den Anspruch auf Jerusalem an die staufische Dynastie
    weitergegeben. Nach Isabellas Tod herrschte Friedrich offiziell als Regent für den
    unmündigen Konrad, nahm während des Sechsten Kreuzzugs 1229 durch
    Verhandlungen mit dem Sultan Malik al Kamil Jerusalem in seinen Besitz und
    krönte sich selbst in der Grabeskirche zum König von Jerusalem. Jene Krönung
    vollzog der Kaiser selbstherrlich in Berufung auf das Vermächtnis seiner
    verstorbenen Gemahlin. Das erbliche Königtum von Jerusalem führten die Kaiser
    bis zur Auflösung des Heiligen römischen Reiches Deutscher Nation im Jahre
    1806 im Titel.
  • 9.11.1382 Der ‹Cambridge Yiddish Codex›, das früheste in Jiddisch
    geschriebene Manuskript, ist ausdrücklich auf den 9. November 1382 datiert. Die
    Schrift erregt das Interesse von Germanisten, da es eine eigene Version des
    ‹Dukus Horant› enthalt, ein Gedicht aus der Hildesage (Teil der Gundrunsage).
    Das Manuskript wurde 1957 bei Ausgrabungen in Kairo gefunden. D a s
    J i d d i s c h e (‹Jüdisch-Deutsche›) ist die Sprache der A s h k e n a s i m , der
    Ostjuden. Das Jiddische verbreitet sich nach dem 10. Jahrhundert weit nach
    Osten. Es ist bis heute die jüdische ‹Weltsprache›, wenngleich nach Gründung
    des Staates Israel (am 14. Mai 1948) das Hebräische zur Staatssprache wird.
    Ladino ist die Sprache der S e p h a r d i m , der Westjuden.
  • 9.11.1459 Die B a u h ü t t e n schließen sich auf der Grundlage der Straßburger
    Ordnung zusammen. Die ‹Konstitution der Maurer von Straßburg› wird
    unterschrieben. Diese Statuten gründen zweifellos auf alten Gebräuchen und
    Gesetzen der Zunft. Sie wurden von den versammelten Meistern und Gesellen
    beraten und beschlossen. Die Versammlung wurde an zwei Tagen in Form eines
    ‹Kapitels› – ‹in Kappitelsweise› abgehalten, zuerst in Regensburg am Ostertag
    1459, dann in Straßburg, wo sie endgültig angenommen und verkündet wurden.
    Die Quatuor Coronati werden zu Beginn und zum Beschluß des Dokuments
    erwähnt. Am Ende schwören die Brüder, daß sie und ihre Nachfolger jedes Jahr
    den 9. November als Jahrestag der Quatuor Coronati heilig halten und feiern
    werden.
    Æ Von den B a u h ü t t e n ging die Pflege und Weiterentwicklung künstlerischen Bauens aus. Sie
    entwickelten dabei spezifische Hüttengeheimnisse, die die eine Bauhütte von der anderen
    unterschied. Die Bauhüttenbücher, von denen einige erhalten sind, enthalten Baupläne, typisierte
    Figuren, Ornamente und andere Zeichnungen, die als Vorlage für die Arbeiten dienten. 1459
    schlossen sich die Bauhütten auf der Grundlage der Straßburger Ordnung der Straßburger
    Bauhütte zusammen. Die Mitglieder einer Bauhütte verpflichteten sich einer bestimmten
    Hüttenordnung, die ein ganzes Spektrum von Vorschriften und Gesetzen beinhaltete. So auch
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    Glaubens- und Sittenangelegenheiten und die Pflege menschlicher Tugenden wie Duldsamkeit,
    Bruderliebe, Treue, Verschwiegenheit und Wahrhaftigkeit. Die Bauhütte hatte neben dem
    kulturellen auch einen sozialen Zweck: Sie war eine Versicherung, unterstützte die alten und
    verarmten Mitglieder. Wer in eine Bauhütte treten wollte, brauchte einen Bürgen jener Hütte. Die
    Aufnahmebedingungen waren eine eheliche Geburt und ein guter Ruf. Wer sich gegen die
    Hüttenverordnung auflehnte, wurde als ehrlos erklärt, sein Name an den Schelmenpfahl geheftet.
    (wiki)
    Æ 1616 erschien anonym die Schrift «Chymische Hochzeit: Christiani
    Rosenkreutz. A n n o 1 4 5 9 ». Als Verfasser wurde später ein junger Mann
    namens Johann Valentin Andreae bekannt. Andreae wurde später evangelischer
    Pastor.
  • 9.11.1483 In der Nacht vom 9. auf den 10. November wird M a r t i n L u t h e r
    in Eisleben geboren. Er stirbt daselbst am 18. Februar 1546.
  • 9.11.1522: Geburt von Martin Chemnitz in Treuenbrietzen, lutherischer
    Theologe und Reformator
  • 9.11.1681: Den militärischen Ambitionen Kaiser Leopolds I. die seit 1683 durch
    Prinz Eugen von Savoyen mitgestaltet wurden, korrespondierte ein politischer
    Absolutismus, der sich gegen die rebellierenden ungarischen Stände und gegen
    den Protestantismus richtete und zu schärfsten Verfolgungen in der sogenannten
    Trauerdekade (1671-1681) führte. Die dadurch befestigte Opposition unter dem
    ‹Kuruzzenkönig› Imre Gf. Thököly und die drohende Allianz der Ungarn mit den
    Türken erreichte ein Nachgeben L.s, die Sistierung seiner Germanisierungspolitik,
    die Restitution der ständischen Verfassung und 1681 sogar eine beschränkte
    religiöse Freiheit zugunsten der Protestanten in bestimmten gesetzlich
    festgelegten Orten (Artikulargemeinden). [9. November 1681] Diese
    Krisensituation nutzte der türkische Großwesir Kara Mustafa zur Offensive gegen
    Habsburg, in deren Folge es zur B e l a g e r u n g W i e n s (1683) kam.
  • 9.11.1717:
    a. 24. Juni: In der ‹Taverne zum Apfelbaum› zu Covent Garden in London
    präsentiert sich zum ersten Mal die Gesellschaft der Freien Maurer (‹Free
    Masons›) der Öffentlichkeit und erklären, daß sie in einer ‹Groß-Loge› (‹Grand
    Lodge›) zusammenkommen werden. Alsbald wurde bekannt, daß es überall in
    England, Wales und Schottland schon längere Zeit geheime ‹Logen› gab.
    b. 9.11.: Die Großloge von England hält die erste öffentliche Feier der Quatuor
    Coronati ab.
  • 9.11.1740 König Friedrich II. in Preußen «Großmeister der Freimaurer in
    Preußen».
  • 9.11.1751 Die eigenstaatlich-souveräne City von London feiert an diesem Tag
    den Lord Mayor’s Day und die berühmte Lord Mayor’s Show. Beide wurden in
    diesem Jahr vom 28. Oktober (Festtag St. Simon und St. Judas) auf den 9.
    November verlegt, dem Festtag der Quatuor Coronati). Der Lord Mayor’s Day ist
    die jährliche feierliche Einsetzung des Lord Mayor der City of London. Der Lord
    Mayor wird am Michaelstag, dem 29. September, gewählt, am 8. November legt
    er den Amtseid im Rathaus ab und wird am folgenden Tag in das Amt eingesetzt.
    Die Feierlichkeit beinhaltet eine Prozession des Lord Mayor und seines Gefolges
    von der Gildenhalle (Guild Hall) zum Gerichtshof (Law Courts) und dann nach
    Westminster. Der Lord Mayor’s Day wurde seitdem stets jedes Jahr am 9.
    November gefeiert, bis 1959 die ganze Feierlichkeit auf den zweiten Samstag im
    November verschoben wurde.
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    9./10.11. 1759: Friedrich Schiller wird in der Nacht vom 9. auf den 10.11. in
    Marbach am Necker geboren, während der Halleysche Komet am Himmel steht.
  • 9.11.1799: (18 Brumaire) Bezeichnung für den Staatsstreich Napoleons am 18.
    Brumaire VIII (09.11.1799), der die Herrschaft des Direktoriums beseitigte.
    Direktoriumsmitglied Sièyes, der den Staatsstreich zur Beendigung des politisch
    instabilen Systems vorbereitete, setzte dabei auf Napoleon, der als siegreicher,
    populärer General aus Ägypten zurückgekehrt war. Am 09.11.1799 wurde das
    Gerücht eines bevorstehenden jakobinischen Umsturzes gestreut, Napoleon zum
    Kommandanten der Pariser Truppen ernannt. Die Direktoren traten ihrer
    Absprache gemäß zurück beziehungsweise wurden unter Hausarrest gestellt. Am
    nächsten Tag drohte die Legitimation des Machtwechsels durch die beiden
    parlamentarischen Kammern zu scheitern, wurde jedoch durch das Eingreifen
    Lucien Bonapartes und die Intervention der Truppen gerettet. Ein Teil der
    Abgeordneten stimmte daraufhin der Auflösung des Direktoriums und der
    provisorischen Übergangsregierung durch Napoleon, Ducos und Sièyes zu.
  • 9.11.1841: Eduard VII. († 6. Mai 1910), König von England.
    Eduard war als Prinz ein ‹Playboy› mit vielen Affären. Seine letzte Liebe war Alice Keppel
    (die Ur-Ur-Großmutter von Camilla Parker Bowles), mit der er sich jedes Frühjahr mehrere
    Wochen in Biarritz aufhielt. – Seit Eduard VII in Stockholm 1868 in die Freimaurerei durch
    König Karl XV. aufgenommen wurden, war er ein aktiver Freimaurer. Als er 1874 als
    Großmeister eingesetzt wurde, gab er der englischen Bruderschaft neuen Schwung und
    Popularität. Etwa in dieser Zeit kam es zum Bruch mit dem Grand Orient de France. Die
    Zahl aktiver Logen stieg von 1200 auf über 3000. Er trat öffentlich, zu Hause und auf
    Auslandsreisen als Großmeister auf und legte mit Freimaurerzeremonien Grundsteine von
    öffentlichen Gebäuden, Brücken und Kirchen in England und Docks in Bombay. Seine
    Anwesenheit sorgte für Publicity und Berichte über jegliche Freimaurertreffen erschienen
    regelmäßig in der nationalen und lokalen Presse. Freimaurerei war permanent im Blick der
    Öffentlichkeit und Freimaurer waren in ihren Gemeinden bekannt. Eduard VII. war einer der
    größten Fürsprecher der Freimaurerei. Zu seiner Thronbesteigung legte er sein Amt als
    Großmeister nieder. – Nach seinem Amtsantritt hatte er Anteil am Abschluß der
    ‹ E n t e n t e c o r d i a l e › . Er galt als der Onkel Europas und hatte ein ambivalentes
    Verhältnis zu seinem Neffen, dem deutschen Kaiser Wilhelm II. Dagegen war er ein großer
    Freund Frankreichs, das er erstmals auf einer Reise mit seinen Eltern 1855 kennen gelernt
    hatte. Es war ihm Symbol für eine Kultur des erlesenen Hedonismus, dem er selbst sein
    ganzes Leben gewidmet hatte.
  • 9.11.1846 Papst Pius IX. erläßt die Bulle ‹Qui Pluribus› gegen die Freimaurerei.
  • 9.11.1848: Robert Blum, linksliberaler Abgeordneter der Frankfurter
    Nationalversammlung, wird nach der Niederschlagung des Oktoberaufstands von
    Wien im Nachlauf der ‹Märzrevolution› von einem konterrevolutionären
    Hinrichtungskommando erschossen.
    […] Nach der Wiener Märzrevolution wird Habsburg von Freiheitsbewegungen der nichtdeutschsprachigen Nationen erschüttert, während in Wien selbst im Laufe des Jahres
    immer wieder Unruhen aufflammen, die schließlich ab dem 6. Oktober in die Wiener
    Oktoberrevolution münden. Als Leiter einer Delegation der Nationalversammlung reist Blum
    gemeinsam mit Julius Fröbel und Moritz Hartmann am 13. Oktober 1848 nach Wien, um
    den dortigen Revolutionären eine Sympathieadresse zu überbringen. Er tritt im Wiener
    Gemeinderat, im Reichstagsausschuss und im Studentenausschuss auf, wo er am 23.
    Oktober eine vielbeachtete Rede über die auf Freiheit basierte Ordnung hält. Am 25.
    Oktober tritt Blum mit Fröbel in das Elitekorps ein und nimmt als Kommandeur der ersten
    Kompanie an der militärischen Verteidigung des revolutionären Wien teil. Am 28. Oktober
    gibt Fürst Windischgrätz, der Oberbefehlshaber der kaiserlichen Truppen, den Befehl zum
    Sturm auf Wien, am 31. Oktober wird die Innenstadt beschossen, und schließlich besetzen
    am 1. November die kaiserlichen Truppen die Stadt. A m 4 . N o v e m b e r w i r d B l u m
    i m ‹ G a s t h o f z u r S t a d t L o n d o n › v e r h a f t e t und am 8. November von einem
    Standgericht zum Tode durch den Strang verurteilt, später zum Tod durch Pulver und Blei
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    «begnadigt”. Unter Missachtung seiner Abgeordnetenimmunität wurde er am 9. November
    um 9 Uhr exekutiert (Erschießung beim Jägerhaus in der Brigittenau). Sein Tod
    unterstreicht die Machtlosigkeit der Frankfurter Nationalversammlung und macht ihn zum
    Symbol der gescheiterten Märzrevolution. Für die junge Arbeiterbewegung in Deutschland
    wird er zu einer ihrer wesentlichen Leitfiguren, ja zu einem Märtyrer. Das Schicksal Blums
    wird in zahlreichen literarischen Werken beschrieben
  • 9.11.1853 Carringtons entdeckt die Rotation der Sonne. Die
    Sonnenumdrehungen werden seitdem mit einem System numeriert, das
    Carringten am 9. November 1853 beginnen läßt. Die durchschnittliche Dauer
    einer Umdrehung ist 27,2573 Tage.
  • 9.11.1875 Geburtstag des ‹Baron Rudolf von Sebottendorf›, alias Erwin Torre,
    eigentlich Adam Alfred Rudolf Glauer, † 8./9. Mai 1945 in Istanbul. Sebottendorf
    war Abenteurer, Hochstapler und Gründer der ‹Thule-Gesellschaft›. Im Umfeld
    der völkisch-germanischen, antisemitischen Geheimbünde der 1910er und
    1920er Jahre war Sebottendorf einer der Wegbereiter des späteren
    Nationalsozialismus.
    Sein Lebenslauf ist nicht sicher belegt und stützt sich in erster Linie auf seine eigenen,
    durchaus widersprüchlichen Angaben. So war er von 1897 bis 1900 als Techniker in
    Ägypten unterwegs. Von 1901 bis 1914 hielt er sich in der Türkei auf. Dort wurde er
    angeblich von einem Baron Heinrich von Sebottendorf adoptiert. Unter der Anleitung eines
    jüdischen Kaufmanns namens Termudi sei er zum Meister der Rosenkreuzer aufgestiegen.
    Darüber hinaus beschäftigte er sich mit dem Sufismus und der Theosophie-Lehre von
    Helena Blavatsky, sowie deren ariosophischen Ableger und der Theozoologie des Lanz von
    Liebenfels. Er erwarb die türkische Staatsbürgerschaft und leitete während der
    Balkankriege von 1912 und 1913 den türkischen Roten Halbmond. Spätestens 1917 kehrte
    er mit großen Geldmitteln, deren Herkunft unklar bleibt, nach Deutschland zurück. Er trat
    dem völkischen Germanenorden bei und erhielt den Auftrag, einen bayerischen Ableger des
    Ordens aufzubauen. Diesen gründet er 1918 mit der radikal antisemitischen ThuleGesellschaft in München. Zu den Mitgliedern zählten mehrere Personen, die später auch in
    der NSDAP bzw. in deren Vorfeld eine wichtigere Rolle spielten. So zum Beispiel Dietrich
    Eckart, Gottfried Feder, Rudolf Heß und Alfred Rosenberg. Hitler trat 1920 mit der ThuleGesellschaft in Kontakt. Ob er ein reguläres Mitglied wurde, ist zweifelhaft. Er war aber zu
    mehreren Vorträgen als Gast der Thule-Gesellschaft im Hotel Vier Jahreszeiten anwesend.
    Im Juli 1918 übernahm Sebottendorf die Zeitung «Münchner Beobachter» von der Franz
    Eher Nachfolger Verlags GmBH und macht sich selbst zum Chefredakteur. Er nutzte das
    Boulevardblatt, um ein jugendliches Publikum gezielt mit seiner Propaganda anzusprechen.
    Bereits im August 1918 wurde das Blatt in «Völkischer Beobachter» umbenannt.
    Als im November 1918 die Münchner Räterepublik ausgerufen wurde, zählte die ThuleGesellschaft ungefähr 250 Mitglieder. Sebottendorf gründete aus diesem Kreis einen
    «Kampfbund», der Waffen beschaffte und aus dem das Freikorps Oberland hervorging, das
    u.a. bei der Niederschlagung der Münchner Räterepublik und des Ruhraufstands 1923
    beteiligt war.
    Der Mörder des Bayrischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner war der kurz zuvor wegen
    seiner jüdischen Mutter aus der Thule-Gesellschaft ausgeschlossene Anton Graf von Arco
    auf Valley.
    Über Sebottendorfs Lebenslauf in den Jahren von 1919 bis 1933 ist nichts genaues
    bekannt. Angeblich floh er bereits 1919 aus München in die Türkei.
    Sebottendorf veröffentlichte 1933 sein Buch «Bevor Hitler kam», das allerdings verboten
    wurde. 1934 verließ er Deutschland, um sich wieder in der Türkei niederzulassen. 1942 bis
    1945 soll er in Istanbul sowohl für die deutsche Abwehr als auch den britischen
    Geheimdienst gearbeitet haben. Darüber hat auch der Chef der deutschen Abwehr in
    Istambul, Herbert Rittlinger, in seinem Buch «Geheimdienst mit beschränkter Haftung.
    Bericht vom Bosporus»(Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart, 1973) ausführlich berichtet.
    Direkt nach der deutschen Kapitulation wurde Sebottendorfs Leiche im Bosporus gefunden.
    Die Todesursache war unklar, offiziell geht man von Selbstmord aus.
  • 9.11.1886 Die Quatuor Coronati Lodge No. 2076, gegründet am 28.11.1884,
    und geweiht am 21. Januar 1886, feiert am 9.11. das Fest der Quatuor Coronati.
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    Nach der eigenen Chronik wurde diese Loge von neun Freimaurern gegründet:
    unter anderem von Colonel Sir Charles Warren. Warren war London
    Commissioner of Police während der Mordserie, die einem geheimnisvollen ‹Jack
    the Ripper› angehängt wurden.
  • 9.11.1888: ‹Jack the Ripper› ermordet mit Mary Jane Kelly sein fünftes und
    wahrscheinlich letztes Opfer. Der Name (engl. Jack, der Aufschlitzer) ist das
    vermutete Pseudonym eines Serienmörders, der zwischen August und November
    1888 im East End von London vermutlich fünf Prostituierte ermordete und
    bestialisch verstümmelte. Er wurde niemals gefasst; bis heute wird über die
    wahre Identität des Täters spekuliert. Der Name «Jack the Ripper» stammt aus
    einem Brief, der während der Mordserie anonym an die Central News Agency
    geschrieben wurde. Darin gab der Verfasser vor, der Mörder zu sein.
    Die Legenden um die Ripper-Morde entwickelten sich zu einem komplexen Durcheinander
    aus wissenschaftlichen historischen Forschungen, Verschwörungstheorien und
    volkstümlichen Erzählungen. Aufgrund der fehlenden Identität des Täters wurden später
    durch Schriftsteller, Geschichtsforscher und vor allem durch Amateure eine große Anzahl
    von Personen verdächtigt. Zeitungen, deren Auflagen während dieser Zeit stiegen,
    widmeten dem Täter, seinen bestialischen Taten und den Fehlschlägen der Polizei
    fortlaufend ausgedehnte Berichte. Teilweise konnte der Täter nur wenige Minuten vor der
    Entdeckung einer Tat entkommen.
  • 9.11.1911 – An diesem Tag hielt August Bebel, der Vorsitzende der
    Sozialdemokratischen Partei im Deutschen Reichstag zu Berlin eine nahezu
    prophetische Rede: «Dann kommt die Katastrophe. Alsdann wird in Europa der
    große Generalmarsch geschlagen, auf den hin 16 bis 18 Millionen Männer, die
    Männerblüte der verschiedenen Nationen, ausgerüstet mit den besten
    Mordwerkzeugen gegeneinander als Feinde ins Feld rücken. Aber nach meiner
    Überzeugung steht hinter dem großen Generalmarsch der große Kladderadatsch.
    Hinter diesem Kriege steht der Massenbankrott, steht das Massenelend, steht die
    Massenarbeitslosigkeit, die große Hungersnot». Er schloß seine Rede mit «Ihr
    seid gewarnt.»
  • 9.11.1917 Der Brief des Außenministers Großbritannien, Arthur Balfour vom 2.
  1. 1917 an den Vorsitzenden der britischen jüdischen Gemeinden, Walther
    Rothschild, wird als sogenannte ‹ B a l f o u r – D e k l a r a t i o n › veröffentlicht. Es
    wird darin die Unterstützung für die Schaffung einer nationalen Heimstätte für
    das jüdische Volk in Palästina zugesichert. «Die Balfour-Erklärung wurde von
    folgenden britischen Berechnungen geleitet: Es gab das kriegspolitische Ziel, die
    jüdischen Gemeinschaften in aller Welt für die Sache der Alliierten zu gewinnen.
    Die Zionisten sollten alle ihre Hoffnungen ganz auf die Sache der Alliierten und
    besonders auf England setzen. «Geostrategisch gesehen wollte sich England in
    der Rolle eines Garanten der jüdischen nationalen Heimstätte auch jenseits des
    Sueskanals festsetzen. Ein dem Westen aufgeschlossenes Palästina sollte die
    Landverbindung zwischen dem britischen Ägypten und einem künftigen britischen
    Mesopotamien herstellen. Keine andere Macht sollte sich dazwischenschieben.
    Man wollte auch das Sykes-Picot-Abkommen mit Frankreich revidieren und eine
    exklusive britische Kontrolle Palästinas erreichen. In der Weltöffentlichkeit sollte
    die erstrebte britische Herrschaft über Palästina in Gestalt der Unterstützung des
    Selbstbestimmungsrechtes und der Selbstverwirklichung einer unterdrückten
    Nation, nämlich der jüdischen, dargestellt werden.» s.a.: Balfour-Deklaration –
    Wikipedia
  • 9.11.1917 (nach dem in Rußland geltenden julianischen Kalender ist dies der
    Der 9. November in der (deutschen) Geschichte — Zusammenstellung von Rüdiger Blankertz
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  1. Oktober) Die Oktoberrevolution in Rußland hat Lenin am 8. November an die
    Macht gebracht. Er nimmt am folgenden Tag Kontakt zur deutschen
    Reichsregierung auf, was nach einer vorläufigen Ablehnung dann doch zu den
    F r i e d e n s v e r h a n d l u n g e n v o n B r e s t – L i t o w s k führt (15.12.1917-
    3.3.1918). Die siegreichen Revolutionäre in Rußland bilden eine Regierung der
    Volkskommissare unter dem Vorsitz von Lenin und erlassen ein Dekret über
    einen Frieden ohne Annexionen und Kontributionen.
  • 9.11.1918: Novemberrevolution: Maximilian von Baden verkündet
    eigenmächtig die Abdankung des Kaisers Wilhelm II.; doppelte Ausrufung der
    deutschen Republik, durch Philipp Scheidemann (SPD) im Sinn einer bürgerlichpluralistischen Demokratie und durch Karl Liebknecht (Spartakusbund) im Sinn
    einer sozialistischen Rätedemokratie.
  • 9./10.11.1918 – Reservelazarett Pasewalk, 28 Tage im Herbst 1918, der letzte
    und wichtigste unerforschte Abschnitt in der Geschichte A d o l f H i t l e r s . In drei
    dieser 28 Tage vollzog sich bei Hitler die schwerste seelische Transformation, die
    jemals bei einer Person des öffentlichen Lebens beobachtet worden ist: Vom
    abgestumpften Befehlsempfänger des Ersten Weltkrieges zum Hass und Rache
    speienden politischen Agitator. – Hitler verließ am 14. Oktober mit einer
    Senfgasvergiftung der Augen die Front. Wurde er im Reservelazarett Pasewalk
    als Psychopath mit hysterischen Symptomen psychiatrisch behandelt? Knapp
    einen Monat später, am 10. November 1918, verfiel er bei Bekanntwerden der
    deutschen Kapitulation in eine tiefe Depression mit hysterischer Erblindung.
    Heilte Marine-Stabsarzt Professor Edmund Forster den Gefreiten mit einer genial
    angewandten Hypnose von seiner Blindheit, suggerierte er ihm
    Omnipotenzgefühl und Sendungsbewusstsein («Ich aber beschloß, Politiker zu
    werden.») und wurde er so zum ahnungslosen Erfüllungsgehilfen für alles, was
    danach an Schrecklichem geschah? (Es wird wohl mangels gesicherter Quellen
    für immer ein Geheimnis bleiben was tatsächlich in Pasewalk geschehen ist.)
  • 9.11.1918 Versammlung der Thulegesellschaft. Tags zuvor hatte Kurt Eisner in
    München die b a y e r i s c h e R e p u b l i k ausgerufen, in Berlin verkündete Max
    von Baden gegen Mittag die Abdankung des Kaisers.
    Sebottendorf hielt eine flammende Rede, in der symptomatisch die Vorstellungswelt der
    ‹Nibelungenmenschen› zum Ausdruck kam: «Wir erlebten gestern den Zusammenbruch
    alles dessen, was uns vertraut, was uns lieb und wert war. An Stelle unserer
    blutsverwandten Fürsten herrscht unser Todfeind: Juda. Was sich aus dem Chaos
    entwickeln wird, wissen wir noch nicht. Wir können es ahnen. Eine Zeit wird kommen des
    Kampfes, der bittersten Not, eine Zeit der Gefahr! […] Solange ich hier den eisernen
    Hammer halte, bin ich gewillt, die Thule in diesen Kampf einzusetzen! […] Unser Orden ist
    ein Germanenorden, Germanisch ist die Treue. Unser Gott ist Walvater, seine Rune ist die
    Aarrune. Und die Dreiheit: Wodan, Wili, We ist die Einheit der Dreiheit. […] Die Aarrune
    bedeutet Arier, Urfeuer, Sonne, Adler. Und der Adler ist das Symbol der Arier. Um die
    Fähigkeit der Selbstverbrennung des Adlers zu bezeichnen, wurde er rot ausgeführt. […]
    von heut’ ab ist der rote Adler unser Symbol, er soll uns mahnen, daß wir durch den Tod
    gehen müssen, um leben zu können.»[14]
    S e b o t t e n d o r f ü b e r R u d o l f S t e i n e r : «Damals begann auch der in München
    besonders bekannte Anthroposoph Steiner, der Prophet von Dornach wieder von sich reden
    zu machen. Steiner wollte in Württemberg Finanzminister werden [frei erfunden] und
    propagierte sein System der Dreigliederung. Der Einfluss dieses unheilvollen Mannes
    reichte weit. Er arbeitete vor dem Kriege mit der (…) Hellseherin Liesbeth Seidler (…)
    zusammen. [frei erfunden] Die Seidler sowohl wie Steiner hatten jederzeit bei dem General
    Moltke Zutritt [frei erfunden – Steiner traf Moltke nach Ausbruch des Krieges erst nach
    dessen Entlassung], sie beide haben verhindert, dass an der Marne rechtzeitig frische
    Kräfte eingesetzt wurden und dass diese Schlacht verloren ging.» [Steiners «Schuld» am
    Der 9. November in der (deutschen) Geschichte — Zusammenstellung von Rüdiger Blankertz
    (Vers. 2.02 | 2007)
    9
    Verlust der Marneschlacht – wurde auch von General Ludendorff, einem Nachfolger
    Moltkes, kolportiert.] (Aus: Bevor Hitler kam, München 1933, S. 76f.)
  • 9.11.1921 Mussolini gründet die Nationale Faschistische Partei Italiens (PNF –
    Partito Nazionalista Fascista)
  • 9.11.1923: ‹Marsch auf die Feldherrnhalle in München›; erster Versuch Hitlers,
    die Macht zu erlangen; ging als ‹Hitler-Ludendorff-Putsch› in die Geschichte ein.
    Die Polizei schoß auf die Gruppe, 16 starben. Hitler floh, während Ludendorff
    festgenommen wurde. Die Toten wurden zu Nazi-Märtyrern. Die mitgetragene
    Flagge wurde als ‹Blutfahne› ein ‹heiliges und mystisches› Symbol, eine Reliquie.
  • 9.11.1924 In der als Gefängnis dienenden Festung Landsberg gedenkt Hitler
    mit einigen Besuchern der Opfer der vorjährigen Aktion.
  • 9.11.1925: Gründung der SS während der ersten Gedenkfeier an den Marsch
    vom 9.11.1923.
  • 9.11.1929 Der deutsche Konzern IG Farben und Standard Oil (Rockefeller)
    bilden ein Kartell: «Standard and Farben agreed ‹never to compete with each
    other in the fields of chemistry and petroleum products. In the future, if
    Standard Oil wished to enter the broad field of industrial chemicals or drugs, it
    would do so only as a partner of Farben. Farben in turn, agreed never to enter
    the field of petroleum except as a joint venture with Standard.» Die
    Geschäftsbeziehungen (und Kartellabsprachen) wurden auch während des
    Zweiten Weltkriegs aufrechterhalten. Die I.G. spielte eine wichtige Rolle im
    Vierjahresplan. So basierte Hitlers Denkschrift zum Vierjahresplan auf Unterlagen
    der IG, und in der Folge wurden viele Posten der Vierjahresplanbehörde mit I.G.-
    Mitarbeitern besetzt, denen der Konzern außerordentlich hohe Gehälter zahlte,
    um sie mit dem Konzern verbunden zu halten.
  • 9.11.1933 Hitler erklärt den 9. November zum offiziellen Feiertag in
    Deutschland. In München wird eine große ‹Blutzeugen-Handlung› gehalten. Der
    Münchner Marsch wird nachgespielt.
  • 9.11.1938: Hitler autorisiert Göring, in allen Angelegenheiten die Juden
    betreffend zu Handeln. Er sei daran interessiert, die deutschen Juden nach
    Madagaskar auswandern zu lassen, und er wolle eine gemeinsame Initiative mit
    dem Westen versuchen, um dies möglich zu machen.
  • 9.11.1938 ‹ R e i c h s k r i s t a l l n a c h t › — Als am 7. November 1938 der
    17jährige polnische Jude Herschel Grynszpan den Legationssekretär Ernst vom
    Rath in der deutschen Botschaft in Paris mit mehreren Revolverschüssen
    niederstreckte und so schwer verletzte, daß mit seinem Ableben gerechnet
    werden mußte, nahmen die Nationalsozialisten dies zum willkommenen Anlaß,
    einen schon lange vorbereiteten vernichtenden Schlag gegen die Juden in die
    Wege zu leiten. Sofort nach der Tat wurde die gleichgeschaltete deutsche Presse
    bis ins Detail angewiesen, wie sie das Attentat als «Anschlag des
    Weltjudentums» groß herausstellen sollte. Anhänger des Nationalsozialismus in
    ganz Deutschland üben gesetzwidrige Gewalt gegen jüdische Bürger, zerstören
    ihr Eigentum und stecken Synagogen in Brand. Polizei und Feuerwehr bekommen
    Weisung, nur nichtjüdisches Eigentum zu schützen. Ernst vom Rath erlag am 9.
    November seinen Verletzungen. Zum Zeitpunkt seines Todes feierten gerade die
    «Alten Kämpfer» in München mit Hitler die traditionelle Erinnerung an den
    Marsch zur Feldherrnhalle im Jahr 1923. Hitler erfuhr vom Tod des Pariser
    Botschaftsmitgliedes, sprach längere Zeit mit Goebbels und verließ dann die
    Der 9. November in der (deutschen) Geschichte — Zusammenstellung von Rüdiger Blankertz
    (Vers. 2.02 | 2007)
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    Versammlung. Goebbels teilte den Anwesenden mit, vom Rath sei der Kugel des
    «jüdischen Mordbuben» erlegen. In einer antisemitischen Haßtirade forderte er
    Vergeltung und Rache. Die Rede wurde, wie beabsichtigt, als indirekte
    Aufforderung zum Handeln verstanden, gewisse Partei- und SA-Funktionäre
    wiesen ihre Gruppierungen in den ihnen unterstehenden Bereichen an, den
    Pogrom in die Wege zu leiten.
    ‹ R e i c h s k r i s t a l l n a c h t › wird heute mit Recht nicht ohne Anführungszeichen
    verwendet, weil das Wort hinter der Schändlichkeit des mit ihm Bezeichneten so unendlich
    weit zurückbleibt, daß es wie eine blasphemische Verniedlichung klingt. Trotzdem ist es
    weder eine Erfindung der Nazis noch etwa «damaliger Sprachgebrauch», wie Ignatz Bubis
    in seiner Gedenkrede (FAZ vom 10.11.1998) sagt und wie man landauf, landab immer
    wieder hört. Was hat es auf sich mit diesem Wort ? Der Urheber und Organisator des
    November-Pogroms von 1938, Reichspropagandaminister Joseph Goebbels, schrieb am
    Morgen nach der Brandnacht im Völkischen Beobachter: «Die berechtigte und verständliche
    Empörung des deutschen Volkes … hat sich in der vergangenen Nacht in umfangreichem
    Maße Luft verschafft …» Er schob die Urheberschaft auf das angeblich spontane Volk. Diese
    Lesart nahmen ihm interessanterweise selbst die Nazis nicht ab: Die losgelassenen
    Terrortrupps der SA hatten in der Nacht viele Juden erschossen und erschlagen, was
    alsdann auch den Staatsanwaltschaften nicht verborgen blieb. Was war zu tun? Der
    «Stellvertreter des Führers» – Rudolf Heß – übertrug die nunmehr unvermeidlich
    gewordenen Ermittlungen dem Obersten Parteigericht der NSDAP, weil PG (scil.
    Parteigenosse) Dr. Goebbels für die – wie es recht abstrakt heißt -: «zu beurteilenden
    Vorgänge» Weisungen erteilt habe, und die Prüfung nun nicht «unzähligen staatlichen
    Gerichten» überlassen werden könne. Also ging das Parteigericht der Sache ziemlich genau
    nach, bis in den Februar 1939, und machte dann u.a. Geheimakten-kundig: »… Auch die
    Öffentlichkeit weiß bis auf den letzten Mann, daß politische Aktionen wie die des 9.
    November von der Partei organisiert und durchgeführt sind, ob dies zugegeben wird oder
    nicht. Wenn in einer Nacht sämtliche Synagogen abbrennen, so muß das irgendwie
    organisiert sein und kann nur organisiert sein von der Partei. …» Ein Geheimnis war das in
    der Tat nie gewesen. Das Volk hatte sofort begriffen, wer hinter der Sache steckte; aber
    die Wahrheit war tabu. Der schlagfertige Berliner Volksmund indessen war mit
    «Reichskristallnacht» auf ein Wort verfallen, das denen-da-oben unter die Nase rieb, man
    lasse sich von Goebbels und der Partei nicht für dumm verkaufen – ohne daß diese
    Insubordination für die Gestapo recht greifbar wurde: Man entlehnte der bombastischen
    Phraseologie der Nazis, die sich im Reichs-Gehuber (Reichsparteitag, Reichsfrauenschaft,
    Reichsschrifttumskammer, Reichssportfeld, Reichsstatthalter usw.) geradezu überschlugen,
    ihr geheiligtes Reich (das zugleich für perfekte und schlagkräftige Reichsorganisation
    stand!), um es dann zu verbinden mit einer leisen Andeutung des wirklichen Geschehens, –
    wobei «Kristall» (anstelle schlichten Glases) möglicherweise zugleich auf Göhrings
    notorische Raffgier zielte. – Das «Reich» war für ironisierende Neuverknüpfungen auch
    sonst beliebt: Die Schauspielerin Kristina Söderbaum, der Veit Harlan in seinem
    judenfeindlichen Machwerk «Jud Süß» eine tragisch-kitschige Rolle zugewiesen hatte,
    wurde ohne jede Pietät zur «Reichswasserleiche» befördert (der Reichsführer-SS Heinrich
    Himmler – gelegentlich auch von SS-Führern – als «Reichsheini» apostrophiert). – Alles
    wahrlich keine Akte des Widerstands (die allgemeine deutsche Lethargie jener Tage gehört
    vielmehr zu dem, was Martin Walser in seiner so viel mißdeuteten Friedenspreisrede
    «unsere Schande» genannt hat, vgl. FAZ vom 12.10.1998)! Nichts weiter als kleine,
    ironische, völlig folgenlose Nadelstiche in die aufgeschäumten und verlogenen Phrasen der
    Goebbels & Co. …, aber dennoch just das Gegenteil der damals verordneten Sprache!
    http://www.richterverein-hamburg.de/mhr/mhr984/M98413.html#.htm
  • 9.11.1940 Neville Chamberlain, britischer Premier, stirbt plötzlich. Nachfolger
    wird der ‹Hardliner› Winston Churchill.
  • 9.11. 1940ff Aus Aberglaube und aus Angst vor alliierten Luftangriffen fanden
    die jährlichen Feierlichkeiten seit 1940 nur noch in Form einer Rede Hitlers im
    Löwenbräukeller am Stiglmaierplatz am 8. November statt.
  • 9.11.1942 prophezeite Hitler dort den deutschen Sieg in Stalingrad, und stellte
    den vollständigen Wiederaufbau der zerbombten deutschen Städte innerhalb von
    Der 9. November in der (deutschen) Geschichte — Zusammenstellung von Rüdiger Blankertz
    (Vers. 2.02 | 2007)
    11
    zwei Jahren nach dem ‹Endsieg› in Aussicht. – Allen Dulles trifft in Bern
    (Schweiz) als Vertreter des ‹Office of Strategic Services› (OSS) ein, um von dort
    aus die geheimdienstliche Infiltration Süddeutschlands vorzubereiten. Dulles wird
    1950 Chef des CIA.
  • 9.11.1944 Das Internationale Rote Kreuz erhält den Friedensnobelpreis.
  • 9.11.1944 Der deutsche Physiker Otto Hahn erhält den Nobelpreis (Chemie) für
    die Entdeckung der Kernspaltung.
  • 9.11.1952 Dr. Chaim Weizmann (1874-1952), Wissenschaftler, Präsident der
    Zionistischen Weltorganisation und erster Staatspräsident des Staates Israel
    stirbt in Israel.
    Weizmann begeisterte sich 1896 für Theodor Herzls Aufruf, die Juden sollten im August
    1897 nach Basel kommen, um am Ersten Zionistischen Kongreß teilzunehmen. Weizmann
    versäumte zwar den ersten Kongreß, aber ab dem zweiten Zionistischen Kongreß war er
    bereits eine bekannte Persönlichkeit in der Zionistischen Bewegung. 1901 half er bei der
    Gründung der Demokratischen Fraktion in der Zionistischen Organisation. Am sechsten
    Kongreß, 1903 in Basel, stimmte er gegen den Ugandaplan, und der achte Kongreß, 1907,
    übernahm seine Position des Synthetischen Zionismus: politische Aktivität in Verbindung
    mit praktischer Arbeit in Palaestina. Weizmanns große Momente kamen während des Ersten
    Weltkrieges. Als Chemiker unterstützte er die britische Kriegsführung und entwickelte eine
    neue Methode zur künstlichen Azetonherstellung. Als glühender Zionist war er an der
    diplomatischen Front aktiv und versuchte, den britischen Politikern und Journalisten, die
    Sache des jüdischen Staates näher zu bringen. Weizmanns Bemühungen gipfelten in der
    Balfour Erklärung vom 2. November 1917. – Im Zweiten Weltkrieges drängte Weizmann
    die britische Regierung, die Bildung einer jüdische Truppe zu gestatten. In den USA half er
    bei der Vorbereitung der Herstellung von synthetischem Kautschuk. Als in Großbritannien
    nach dem Krieg die Arbeiterpartei die Macht übernahm und ihre vor dem Krieg
    abgegebenen Versprechen, eine prozionistische Politik zu führen, nicht hielt, endete
    Weizmanns Position als Präsident der WZO. Der 22. Kongreß, 1946, wählte ihn nicht mehr.
    Obwohl Weizmann seitdem keine offizielle Position in der Zionistischen Bewegung mehr
    innehatte, blieb er doch weiterhin der wichtigste internationale Sprecher für die jüdische
    nationale Sache.
  • 9.11.1953: Abd al-Aziz ibn Saud stirbt 9. November 1953 in Taif (* 24.11.1880
    in Riad). Er war der Gründer des modernen Königreichs Saudi-Arabien und von
    1932 bis 1953 König von Saudi-Arabien.
    Mit dem Beginn der Erdölförderung seit 1938 stieg Abd al-Aziz schnell zu einem der
    reichsten Herrscher der islamischen Welt auf. Am 14. Februar 1945 kam es zu dem
    historischen Treffen zwischen Abd al-Aziz und dem amerikanischen Präsidenten Franklin D.
    R o o s e v e l t an Bord der USS Quincy. «When World War II drew America into Middle East,
    Ibn Saud was the Arab leader President Franklin Roosevelt was most interested in meeting
    with. Roosevelt’s hopes that the king would help solve the looming «Palestine question”
    were disappointed, but their cordial February 1945 meeting led to the establishment of the
    two nations’ informal security alliance. While Ibn Saud was angered by the United States’
    acceptance of the 1947 UN partition plan for Palestine, he overruled Prince Faisal’s call for
    breaking diplomatic relations with America. This pragmatic decision made possible greater
    cooperation with the United States between 1947 and 1950, and increased Saudi Arabia’s
    security without a formal treaty. Saudi Arabia’s protection against external aggression was
    thus assured, and the way was prepared for the far-reaching security relationship that
    became fully apparent four decades later in the 1990 Gulf War.»
    http://www.arabies.com/Special%20Report/Ibn%20Saud.htm
  • 9.11.1953: Kambodscha erlangt die Unabhängigkeit von Frankreich.
  • 9.11.1955: Das Bundesverfassungsgericht urteilt, dass in Deutschland lebende
    Österreicher, die mit dem Anschluss 1938 die deutsche Staatsbürgerschaft
    bekamen, sie mit der Souveränität Österreichs verloren haben.
    Der 9. November in der (deutschen) Geschichte — Zusammenstellung von Rüdiger Blankertz
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  • 9.11.1955: Die UN-Vollversammlung verurteilt die ‹Apartheid› in Südafrika.
  • 9.11.1960: John F. Kennedy wird Präsident (nach der Wahl am 8.11.)
  • 9.11.1965: Auf den Philippinen gewinnt Ferdinand Marcos die
    Präsidentschaftswahlen gegen Amtsinhaber Macapagal.
  • 9.11.1965, 17:45 Uhr. Im Nordosten der USA und in vielen Teilen Kanadas fällt
    der Strom aus (Blackout) . Etwa 30 Millionen Menschen waren davon betroffen.
    Viele befürchteten in den Zeiten des Kalten Kriegs, dass ein Atomkrieg die
    Ursache gewesen sei. Erst nach sechs Tagen wurde der Auslöser, ein defektes
    Strom-Relais in Ontario (Kanada) gefunden.
    Æ The Northeast Blackout of August 14, 2003 was a massive power outage that occurred
    throughout parts of the northeastern United States and eastern Canada on Thursday,
    August 14, 2003. Although not affecting as many people as the later 2003 Italy blackout, it
    was the largest blackout in North American history […] On November 19, 2003, the U.S.-
    Canada Power System Outage Task Force released an interim report placing the cause of
    the blackout on FirstEnergy Corporation’s failure to trim trees in part of its Ohio service
    area.
  • 9.11.1967: Bei der Zeremonie zur Rektoratsübergabe an der Universität
    Hamburg enthüllen zwei Mitglieder der Studentenbewegung ein Transparent mit
    der Aufschrift Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren.
  • 9.11.1967: The first Saturn V vehicle, Apollo 4, lifted off on November 9, 1967.
  • 9.11.1969: Die linksradikale Organisation Tupamaros West-Berlin plaziert eine
    Bombe im Jüdischen Gemeindehaus in Berlin. Eine Putzfrau findet den scharfen
    Sprengsatz kurz vor dem Eintreffen zahlreicher hoher Politiker und
    Würdenträger. Die Bombe kann entschärft werden. Personen kommen nicht zu
    schaden.
    Die Tupamaros West-Berlin (TW) waren eine militante Gruppe, die in der Bundesrepublik in
    den Untergrund ging und mit Waffengewalt gegen den Staat vorging. Seit dem Herbst 1969
    überzogen sie West-Berlin mit einer Serie von Bombenanschlägen. Die Tupamaros WestBerlin entlehnten ihren Namen direkt einer gleichnamigen Gruppe, die von 1963 bis in die
    1970er Jahre in Uruguay im Untergrund aktiv war. Die Tupamaros in Uruguay handelten
    nach dem Konzept der Stadtguerilla mit Anschlägen in den Großstädten, Entführungen
    hochgestellter Persönlichkeiten und Banküberfällen zur Geldbeschaffung. Ihr Name geht
    zurück auf den letzten Inka-Herrscher Túpac Amaru, der sich Ende des 16. Jahrhunderts in
    einem letzten Aufbäumen der Indigenas gegen die spanischen Eroberer stellte – allerdings
    erfolglos.
    Im Januar 1972 schließen sich die TW mit anderen militanten Gruppen, wie dem
    «Zentralrat der umherschweifenden Haschrebellen» und der «Roten Ruhr Armee» zur
    Bewegung 2. Juni zusammen. Eine der ersten und bis heute umstrittensten Aktionen der
    Tupamaros West-Berlin fand am 9. November 1969 statt. Am Jahrestag der
    Reichspogromnacht plazierten sie eine Bombe im Jüdischen Gemeindehaus Berlin, die
    während einer Gedenkveranstaltung explodieren sollte. Die Bombe versagte. Ausgelöst
    durch erste Kontakte mit der palästinensischen Befreiungsbewegung sollte mit dieser
    Aktion eine Umorientierung des ideologischen Überbaus vom Vietnam-Krieg auf den
    Nahost-Konflikt herbeigeführt werden.
    Literatur
  • Bommi Baumann, Wie alles anfing. München 1982 (Trikont-dianus Verlag; ISBN 3-
    920385-68-3).
  • Wolfgang Kraushaar, Die Bombe im Jüdischen Gemeindehaus, Hamburg 2005
    (Hamburger Edition des Instituts für Sozialforschung); HIS-Verlag; ISBN 3-936096-53-8).
  • Gerhard Seyfried: Der schwarze Stern der Tupamaros. Berlin 2004; Eichborn; ISBN 3-
    821807-54-7. (Roman)
    Der 9. November in der (deutschen) Geschichte — Zusammenstellung von Rüdiger Blankertz
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    13
  • 9.11.1970 Der französische Staatspräsident (1959 – 1969) General C h a r l e s
    d e G a u l l e stirbt im Alter von 79 Jahren.
    Die Demonstrationen während der Streiks von 1968 waren für ihn eine adäquate
    Herausforderung. De Gaulle war bereit, die Forderungen der Demonstranten nach drastisch
    höheren Löhnen zu akzeptieren. Er wollte ein Referendum über die Reformen durchführen
    lassen, aber Georges Pompidou überredete ihn, eher die Nationalversammlung aufzulösen.
    Aufgrund von Straßenschlachten und bürgerkriegsähnlicher Umstände, bei denen das
    öffentliche Leben in Frankreich wegen Treibstoffmangel zum Erliegen zu kommen drohte,
    konzentrierte de Gaulle Truppen um Paris. De Gaulle kündigte es am 30. Mai 1968 in der
    Rede an, von der nur der Ton übertragen wurde. Die Sätze waren kurz, jeder einzelne fast
    eine Entscheidung: «Als Inhaber der nationalen und republikanischen Legitimität habe ich
    seit 24 Stunden alle Eventualitäten, ohne Ausnahme, erwogen, die mir es ermöglichen
    würden, sie zu erhalten.» (In den Medien war spekuliert worden, dass de Gaulle kurz vor
    der Rede den algerienerfahrenen General Jacques Massu in Baden-Baden mit einem
    Helikopter besucht und mit ihm wahrscheinlich den Einsatz der Armee zur Niederschlagung
    der Unruhen erörtert hatte.)
    »Ich habe meine Entschlüsse gefasst. Unter den gegenwärtigen Umständen werde ich mich
    nicht zurückziehen.»
    »Ich werde nicht den Premierminister wechseln, der die Anerkennung von uns allen
    verdient.»
    »Ich löse heute die Nationalversammlung auf.»
    »Ich beauftrage die Präfekten, die Kommissare über das Volk geworden oder wieder
    geworden sind, die Subversion zu jeder Zeit und an jedem Ort zu verhindern.»
    »Was die Legislativwahlen angeht, so werden sie in den von der Verfassung vorgesehenen
    Fristen stattfinden, zumindest bis man hört, dass das ganze französische Volk mundtot
    gemacht wird, indem man es davon abhält, sich auszudrücken und gleichzeitig davon
    abhält, zu leben, durch dieselben Maßnahmen man versucht, die Studenten vom Studieren
    abzuhalten, die Lehrer vom Lehren, die Arbeiter vom Arbeiten.»
    Das Ende der Rede erwähnt betreffend der kurz vorhergehenden Deklaration und ohne sie
    zu zitieren «die Ambition und der Hass der ausrangierten Politiker», und bestätigt, dass
    «nach der Benutzung» die Persönlichkeiten diese «nicht mehr wiegen würden, als deren
    Gewicht, was nicht viel sein würde».
    In einem Referendum schlug de Gaulle den Transfer einiger Machtbefugnisse an die
    Regionen und die Transformierung des Senats vor, in dem er Regionalräte aus
    Repräsentanten der professionellen und gewerkschaftlichen Organisationen einzuführen
    beabsichtigte. Sein ganzes Gewicht in das Referendum einbringend, kündigte er im Voraus
    im Falle des Sieges des «non» seine Rücktrittsabsichten an. Die Gegner der
    vorgeschlagenen Reformen, zu denen auch Valéry Giscard d’Estaing gestoßen war,
    gewannen das Referendum mit 52,46 % der Stimmen und de Gaulle gab kurz nach
    Mitternacht seinen Rücktritt vom Amt des Präsidenten der Republik bekannt.
    Æ De Gaulle wußte schon früh von den Beziehungen zwischen ODESSA und den Nazi
    Aktivitäten innerhalb der CIA, im BND und in der Stasi der DDR (‹Organisation Gehlen›,
    1946). Nazi-General Reinhard Gehlen führte während des 2. Weltkrieges unter Canaris die
    Abteilung «Fremde Heere Ost» in der Abwehr der Wehrmacht. Die FHO war die
    Vorläuferorganisation des Bundesnachrichtendienstes, der durch die CIA 1956 aus der
    ‹Organisation Gehlen› hervorging.
  • 9.11.1972: Erklärung der Vier Mächte zum Beitritt der BRD und DDR in die
    UNO: «Erklärung der Regierungen Frankreichs, Großbritanniens, der Sowjetunion
    und der Vereinigten Staaten von Amerika betr. die Rechte und
    Verantwortlichkeiten der Vier Mächte in Deutschland (Paris, London, Moskau,
    Washington, 9. November 1972)»
    «Die Regierungen der Französischen Republik, der Union der Sozialistischen
    Sowjetrepubliken, des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland
    und der Vereinigten Staaten von Amerika, die durch ihre Botschafter vertreten
    waren, die in dem früher durch den Alliierten Kontrollrat benutzten Gebäude eine
    Reihe von Sitzungen abgehalten haben, stimmen überein, daß sie die Anträge
    auf Mitgliedschaft in den Vereinten Nationen, wenn diese durch die
    Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik gestellt
    Der 9. November in der (deutschen) Geschichte — Zusammenstellung von Rüdiger Blankertz
    (Vers. 2.02 | 2007)
    14
    werden, unterstützen werden, und stellen in diesem Zusammenhang fest, d a ß
    diese Mitgliedschaft die Rechte und Verantwortlichkeiten
    der Vier Mächte und die bestehenden diesbezüglichen
    vierseitigen Regelungen, Beschlüsse und Praktiken in keiner
    W e i s e b e r ü h r t . »
    Æ Diese Erklärung (über den F o r t b e s t a n d d e s B e s a t z u n g s r e c h t s ) wurde
    vereinbart nach einem Meinungsaustausch über die Rechte- und Verantwortlichkeiten der
    Vier Mächte anläßlich der Absicht der Regierungen der BR Deutschland und der DDR, den
    Beitritt zu den Vereinten Nationen zu beantragen, zwischen den Botschaftern Frankreichs,
    Großbritanniens und der Vereinigten Staaten in der BR Deutschland und dem Botschafter
    der Sowjetunion in der DDR in der Zeit vom 23. Oktober bis 3. November 1972 in Berlin.
    Sie wurde gleichzeitig in den vier Hauptstädten am 9. November 1972 veröffentlicht. Nach
    dem Beitritt der BR Deutschland und der DDR wurde sie am 16. Juni 1973 von den vier
    Regierungen dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zugeleitet. Groß-Berlin trat der
    UNO natürlich nicht bei.
  • 9.11.1974: Nach 58 Tagen Hungerstreik stirbt RAF Mitglied Holger Meins in der
    Justizvollzugsanstalt Wittlich. – Am 1. Mai 1970 wurde Andreas Baader unter
    Beteiligung von Ulrike Meinhof gewaltsam befreit, die Rote Armee Fraktion als
    Terrororganisation im Untergrund war geboren. Holger Meins gestaltete das
    Plakat «Freiheit für alle Gefangenen» und setzte in der «883» den Abdruck des
    RAF-Gründungsaufruf durch. Im Oktober 1970 schloss sich Meins unter dem
    Decknamen «Rolf» der ‹Rote Armee Fraktion› an und tauchte unter. Ihm wurde
    vorgeworfen, sich an Anschlägen auf US-amerikanische Einrichtungen in
    Frankfurt am Main und Heidelberg beteiligt zu haben. Am 1. Juni 1972 wurde
    Meins zusammen mit Andreas Baader und Jan-Carl Raspe nach einer Schießerei
    in Frankfurt am Main verhaftet. Zunächst wurde Meins in Bochum, später in
    Koblenz und zuletzt in Wittlich inhaftiert. Im Januar 1973 ging Meins aus Protest
    gegen die Haftbedingungen zusammen mit anderen Gefangenen zum ersten Mal
    in den Hungerstreik. Die RAF-Gefangenen wollten zusammengelegt werden und
    beanspruchten den Status als Kriegsgefangene. Im Mai folgte ein zweiter
    Hungerstreik, bei dem Meins erstmals zwangsweise künstlich ernährt wurde.
    Nach sieben Wochen brachen die Gefangenen ihren Hungerstreik ab. Den dritten
    Hungerstreik begann Meins am 13. September 1974.
  • 9.11.1989: Die DDR öffnet die innerdeutsche Grenze. Hunderttausende
    strömen zu den jetzt offenen Grenzen und feiern das Ereignis der Maueröffnung
    28 Jahre nach dem Mauerbau im Jahre 1961.
    Die Regierung der DDR verkündete am 6. November den Entwurf eines neuen
    Reisegesetzes, für das sie wiederum nichts als Kritik erntete: «Zu spät, zu spät»,
    skandierten die Demonstranten in Leipzig und forderten zum ersten Mal: «Wir brauchen
    keine Gesetze – die Mauer muß weg!» Diese unerwartete Reaktion eines Großteils der
    Bevölkerung löste Konfusion in der DDR-Spitze aus. Nicht anders ist die übereilte Handlung
    der Maueröffnung am 9. November 1989 zu erklären, die weder auf einem gültigen
    Beschluß der Regierung basierte (Günter Schabowski, ZK-Sekretär für Information,
    verkündete auf einer Pressekonferenz lediglich eine Vorlage der Regierung), noch mit den
    Grenzbehörden abgestimmt war. «Sofort.» Dies war die Antwort Schabowskis auf die Frage
    eines Reporters, wann die neue Reiseregelung in Kraft trete. Dieses eine Wort wirkte wie
    ein Fanal. Nun überschlugen sich die Ereignisse. Noch in der Nacht machten sich Tausende
    auf den Weg zur Grenze, wo die Verwirrung zunächst groß war, denn die Grenzposten
    hatten verständlicherweise keinerlei Anweisung von oben erhalten. Versuche der Grenzer,
    Zeit zu gewinnen, waren auf Dauer vergeblich. Nachdem man sich in einem Telefonat mit
    der Zentrale, die grünes Licht gab, kurzgeschlossen hatte, wichen die Beamten dem Druck
    der Masse. Damit war die Mauer, 28 Jahre nach ihrer Errichtung, gefallen.
  • 9.11.1990: Die Sowjetunion und Deutschland unterzeichnen den «Vertrag über
    Der 9. November in der (deutschen) Geschichte — Zusammenstellung von Rüdiger Blankertz
    (Vers. 2.02 | 2007)
    15
    gute Nachbarschaft, Partnerschaft und Zusammenarbeit».
  • 9.11.1993: Die 1566 erbaute Stari Most (deutsch: Alte Brücke), das
    Wahrzeichen der Stadt Mostar, stürzt nach andauerndem Beschuss ein.
    Bis zur Gegenwart blieb sie die längste Steinbogenbrücke der Welt mit nur einem Bogen.
    Sie galt seit Jahrhunderten als die symbolische Brücke zwischen Ost und West, nicht nur
    zwischen der Welt des Christentums und der islamischen Welt, sondern auch zwischen den
    katholischen Kroaten und orthodoxen Serben – die in den kriegerischen
    Auseinandersetzungen 1993 vertriebene serbische Bevölkerung ist jedoch heute aus der
    Stadt Mostar praktisch verschwunden. Im Laufe des Krieges in Bosnien und Herzegowina
    wurde die Brücke am 9. November 1993 nach mehrstündigem Beschuss durch die
    kroatische Armee, den eine Kamera des österreichischen Fernsehens ORF dokumentierte,
    gezielt zerstört.
  • 9.11.2003: In München wird am 65. Jahrestag der Reichspogromnacht der
    Grundstein zum Wiederaufbau der Synagoge und des jüdischen Kulturzentrums
    gelegt
  • 9.11.2005: Anschläge in der jordanischen Hauptstadt Amman. Mindestens 53
    Tote bei Explosionen in drei internationalen Hotels. ‹Eine Gruppe unserer besten
    Löwen hat den Anschlag ausgeführt … es wurden Hotels ausgesucht, die der
    jordanische Despot zu Hinterhöfen für Juden und Kreuzritter gemacht hat›, hieß
    es, laut dem Arabischen Sender Al Jazeera, auf der Internetseite der Attentäter.
  • 9.11.2005: Revolte in Frankreich, die französische Regierung verhängt den
    Ausnahmezustand. Paris – ‹Nach der zwölften Krawallnacht in Folge hat die
    französische Regierung am Dienstag den Ausnahmezustand verhängt. Ab der
    Nacht zum Mittwoch konnten damit erstmals Ausgangssperren in den betroffenen
    Vorstädten verhängt werden. Bei Verdacht auf Waffenbesitz sind auch gezielte
    Hausdurchsuchungen möglich. Grundlage dafür ist das Notstandsrecht von
    1955.› – Die in Paris lebenden Afrikaner wurden in ghettoisierte Vororte von
    Paris verdrängt (banlieues), wo der Staat Ausbildung, Gesundheitssystem und
    andere Dienste abbaut und einschränkt, während die Polizeipräsenz,
    Polizeikontrollen, Überfälle auf «Papierlose» (sans-papiers) und das Niveaus der
    Unterdrückung in den letzten Wochen stark zugenommen hat. Nach dem Tod
    zweier Jugendlicher sind letzte Woche die Vororte explodiert…» «Was uns fehlt,
    ist eine soziale Dimension und eine Botschaft an die Bewohner der sozialen
    Randviertel», sagte Sozialistenchef François Hollande …
  • 9.11.2006: Vorerst letzter von fünf Schauprozessen gegen Lehrer der Freien
    Waldorfschule Kempten

https://www.menschenkunde.com/pdf/RSteiner/rudolf_steiner_die_schuld_am_kriege.pdf”La ‘colpa’ della guerra” Appunti di Helmuth von Moltke del novembre 1914 sugli eventi del 1° agosto 1914

21 Feb

traduzione automatica di «Die ‹Schuld› am Kriege» Helmuth von Moltkes Aufzeichnungen vom November 1914 über die Ereignisse am 1. August 1914 Helmuth von Moltkes Aufzeichnungen vom November 1914 über die Ereignisse am 1. August 1914

4 Introduzione (Marie Steiner) ………….7 Helmuth von Moltke e Rudolf Steiner …………………… 7 Rudolf Steiner osservazioni preliminari su « La ‘colpa’ della guerra”)…………………. 17 Riflessioni e ricordi del Capo di Stato Maggiore H. von Moltke sugli avvenimenti dal luglio 1914 al novembre 1914 ……………..17 Helmuth von Moltke…………… ……… ………. 31 riflessioni e ricordi …………………. 31 Dagli appunti di Hans von Haeften sugli eventi a partire dal 1° agosto 1914 ……………. 60 L’intervista del ‘Matin’…………………… 64 Fatti nuovi sulla preistoria della Guerra Mondiale. 64 Intervista del giornalista del “Matin” Jules Sauerwein al Dr. Rudolf Steiner sulle memorie del defunto capo di stato maggiore tedesco von Moltke ottobre 1921, la cui pubblicazione è stata impedita……………. ……64 Gente ingannata……………… …………………………..68 Le ragioni tecniche ………………… ..70 Segnali nuvolosi …………… ……………………71 Commenti successivi all’intervista “Matin” …… 74 A proposito di “risposte” all’articolo “Matin” ………….. 76 Contro le obiezioni che vengono mosse in merito all’intervista “Matin”……………………………………………………………………… 88 5 “Il ‘colpa’ della guerra – appunti di Moltke del novembre 1914 sugli eventi del 1° agosto 1914″ rappresenta un estratto da: Thomas Meyer (a cura di), Helmuth von Moltke 1848-1916 – documenti sulla sua vita e la sua opera, vol. 1 , Perseus Verlag, Basilea 1993, pp. 383-403. Il testo si basa sulla prima edizione timbrata del 1919. 6 Introduzione (Marie Steiner) Helmuth von Moltke e Rudolf Steiner Da: “Il Goetheanum”, anno 12, n. 10, 5 marzo 1933. Alcuni giornali che cercavano una sensazione hanno pubblicato in occasione della Morte di un medium spiritista e la rappresentazione del dramma “La battaglia della Marna” di Cremers ha superato se stesso nel dispensare insulti, distorsioni e calunnie. Turbinano intorno, in modo rudemente sfacciato ma con ancora maggiore astuzia, gli eccessi più banali e più alti, grotteschi di una decadente cultura da salotto con il destino più serio dei tempi, la tragedia più profonda della germanità con sciocchi effetti di lungometraggio. Che importa se solo le carte vanno bene, l’affare è fatto, viene sferrato un colpo devastante contro la parte indesiderata, come si sperava, e la personalità intellettuale più importante del recente passato, Rudolf Steiner, può essere nuovamente resa innocua in il suo impatto. Che importa alla stampa rivoltata se può frugare nel sudiciume e calpestare ciò che non le conviene, come in tal modo danneggia la reputazione della stampa in quanto tale, la reputazione della classe dei giornalisti e dei tedeschi in generale, che non avrebbe mai dovuto prostituire la parola? e che nell’umiliazione impostagli dalla pace di Versailles riflettesse su quanto fosse divenuto infedele allo spirito, quanto avesse dimenticato il proprio compito,per naufragare infine nel regno del gioco menzognero che serve a sviluppare il potere esterno, chiamato politica. Il sincero e responsabile Mr. v. Quando scoppiò la guerra, Moltke dovette affrontare una politica fallimentare, gli intrighi lo circondavano e incontrò resistenza ovunque. Eppure l’orgoglio della Germania, l’esercito, era il risultato dei suoi anni di impegno e di amorevole e rigorosa lealtà al dovere. È accusato di essere interessato a questioni di visione del mondo. Occupazione malvista per il direttore responsabile dei destini delle nazioni! E ha commesso il crimine di provare amicizia e ammirazione per la capacità più importante in questo campo, di avere conversazioni su cose lontane dalle questioni militari, come la filosofia e la metafisica. Avrebbe osato farlo anche durante la sua vittoriosa avanzata nell’agosto del 1914: un tempo desiderava rafforzare la sua anima e rilassare i suoi nervi in ​​una conversazione amichevole con una persona saggia e gentile! Mancavano nove giorni alla battaglia della Marna, il periodo dei maggiori successi dell’esercito tedesco. Dalle pubblicazioni dei generali Dommes e Tappen, che meglio conoscevano la situazione in quel momento, risulta chiaro che il sig. v. Moltke aveva il pieno controllo della leadership in questi giorni. Volerlo dipendente da un esercito Sybille è un’onta che si fa alla sua memoria nel modo più irresponsabile*). Negli scritti di Rudolf Steiner, tuttavia, ci sono innumerevoli prove del fatto che egli rifiutava fortemente la natura dei media e sottolineava ripetutamente che le manifestazioni mediatiche possono solo portare al caos e all’ottusità. Il 1° settembre, cinque giorni prima della battaglia della Marna, Rudolf Steiner tenne nella sua casa di Berlino una conferenza sul destino dei popoli e delle nazioni. È apparso nel ciclo “Riflessioni nel tempo” e ha parlato del dovere della disponibilità al sacrificio e della fiducia nella vittoria della vita spirituale, della potente serenità attraverso la quale lo spirito può diventare uno strumento efficace nell’aiuto umano. Le conversazioni avvenute di tanto in tanto nel corso degli anni tra due uomini, i cui ambiti di lavoro erano così diversi, ma che si rispettavano e si vedevano solo quando il generale invitava il filosofo a casa sua e lo mandava a chiamare. Una strana comunità di destino ora li unisce. Sono riuniti da forze malevoli e in cerca di vittime come bersagli dell’odio che ha bisogno di uno sfogo. Anche questo viene fatto secondo una ricetta ben nota in modo che l’attenzione sia distolta da altre cose: * A proposito, l’autore di queste righe, il più stretto collega di Rudolf Steiner,Il nome Lisbeth Seidler è apparso per la prima volta in quel – con rispetto – resoconto del giornale della sera delle 20.00. Non ha mai sentito parlare di una Lisbeth Seidler o di una Army Sybille prima. 9 un trucco diabolico furbo e astuto! Ma tali macchinazioni non possono, a lungo andare, prevalere sulla verità. E le figure di questi due uomini, per quanto diverse siano, potranno un giorno essere fonte di forza per il popolo tedesco, in quanto rappresentanti delle sue qualità più nobili: la fedeltà al dovere e la spiritualità attiva. Helmuth v. Moltke fu contrario allo spiritismo per tutta la vita. Per rispetto della libertà umana, non ha impedito a sua moglie di perseguire i suoi interessi nei fenomeni psicologici. Ma lui lo ha sempre messo in guardia: tutti quelli che lo hanno conosciuto lo possono confermare. E nell’opera del 1922 “Memorie, lettere, documenti”, a cura di Eliza v. Moltke, ci sono alcuni passaggi tratti da lettere private che lo dimostrano. Sig.ra. Moltke condivideva l’interesse per queste cose con un numero infinito di membri dei più alti circoli di tutti i paesi e delle case regnanti. Numerosi principi e principesse, duchi, granduchi e granduchesse si sono occupati ampiamente di spiritualismo; Ma anche il pubblico borghese in gran numero – perfino comunista – sostiene che Lenin aveva il suo medium e il suo occultista cinese. Per tutte queste cose l’Illuminismo era ed è necessario – e Rudolf Steiner lo ha portato scientificamente ai nostri tempi decadenti. L’umanità ha bisogno di questa illuminazione, altrimenti sprofonderà in una massa di superstizione e materializzerà lo spirito attraverso lo spiritismo. Questo fa questo spiritismo, al quale aderiscono anche gli studiosi e che la loro ricerca psichica non è in grado di riconoscere. Persegue così i suoi eccessi, che non potranno mai essere eliminati con la violenza, ma solo con l’educazione. Questa illuminazione è molto sgradita ai poteri costituiti, in tutti i tipi di società segrete e organizzazioni ufficialmente riconosciute, ma che operano segretamente, che in realtà oggi lavorano per scopi politici e interessi di partito. Anche qui occorre illuminazione, conoscenza delle cose e delle loro connessioni, non chiacchiere di “poteri sovranazionali”, con la tendenza ad adattare tutto al proprio delirio e a soffocare la scintilla della verità in orge di menzogna. Goethe avrebbe lasciato avvelenare Schiller (così dicono questi rappresentanti della “verità”) e avrebbe tradito la Germania! Perché non attribuire qualcosa di simile a Rudolf Steiner! Ogni tanto parlava con Jules Sauerwein: questa è la prova decisiva! Un filosofo e naturalista invitato a parlare in diversi paesi stabilisce molti rapporti: succede ancheche fa conoscenza con i giornalisti. Jules Sauerwein conobbe Rudolf Steiner molto prima della guerra. Nell’estate del 1907 espresse a Schure il suo grande apprezzamento per la rappresentazione tedesca del dramma eleusino di Eduard Schuré a Monaco da parte dei membri della Società per la scienza dello spirito di orientamento antroposofico. L’autore di “I Grandi Iniziati” era un amico ed entusiasta seguace di Rudolf Steiner. Aveva parlato per lui con le più calorose parole di ammirazione, e anche Rudolf Steiner aveva risposto con parole che provenivano dal suo cuore; Il legame di amicizia sembrava forte perché fondato spiritualmente. Poi è arrivata la psicosi della guerra e ha scosso anche questo. I “Pensieri in tempo di guerra” di Rudolf Steiner, che mettevano in bella luce i lati positivi della germanità in modo del tutto apolitico, suscitarono la rabbia sciovinista di Schuré, un alsaziano divenuto francese, che portava lo stigma di avendo scritto una volta libri entusiastici su di esso, canzone tedesca su Wagner, di cui era amico e ospite occasionale in gioventù. Ora, preso dall’odio per i tedeschi e dalla febbre della guerra, voleva liberarsi di tutte le simpatie che un tempo aveva nutrito per lo spirito tedesco e per il popolo tedesco, e non aveva paura di lanciare un attacco furioso contro il pangermanista Rudolf Steiner e per affermare che volevano catturare lui, Schuré, per la sua germanicità. I giornali colsero subito queste effusioni. In Germania, tuttavia, Rudolf Steiner viene ritratto come un amico della Francia che lavora contro la Germania. Il modo in cui Rudolf Steiner lavorò per il riconoscimento dello spirito e del carattere tedesco durante gli anni della guerra è dimostrato al meglio dalle conferenze che tenne soprattutto a Berlino, ma anche in altre città, alcune delle quali sono pubblicate nella serie « In modo fatale. Time”, in parte sulla rivista “Antroposophie”. Siamo profondamente dispiaciuti che non tutti siano stati ancora pubblicati e cercheremo di accelerarne la pubblicazione. Ora il fatto inaudito: Rudolf Steiner una volta ha parlato sotto forma di intervista con il noto giornalista Jules Sauerwein. Tutti gli uomini eccezionali del nostro tempo sono invitati a essere intervistati. Rudolf Steiner per lo più lo evitò, ma una volta che vide come suo dovere fare ciò che aveva imparato attraverso le sue conversazioni con il Sig. Dopo le dimissioni di Moltke, le questioni militari non erano mai state discusse tra loro prima, per renderle accessibili al pubblico. La colpa della guerra imputata alla Germania fu vista sotto una luce diversa e divenne nulla. D’altro canto, la salvezza per la Germania non poteva che consistere nel riconoscere la realtà dei fatti. Quanto affermato nel 1919 nella prefazione all’allora ritirato,Ma il memorandum di Moltke “La colpa della guerra”, pubblicato nel 1922, fu detto per il pubblico tedesco e costituì il contenuto della conversazione con Jules Sauerwein. Questa conversazione è stata riprodotta nella rivista “Tripartizione dell’organismo sociale”. Coloro che non volevano accettare questo atteggiamento hanno espresso le loro obiezioni. Rudolf Steiner ha risposto a questo nella rivista con il suo solito modo calmo e concreto. 13 Ma il promemoria, gli appunti del Signore v. Moltke sulle prime ore e giorni dopo lo scoppio della guerra apparve nel libro: “Colonnello generale Helmuth von Moltke – Memorie, lettere, documenti dal 1877 al 1916 – A cura e con una prefazione di Eliza von Moltke; nata contessa Moltke-Huitfeldt”. Nel 1919, la prima pubblicazione dell’opuscolo, che era già stato stampato con la prefazione di Rudolf Steiner, fu provocata dalla sollecitazione della signora v. Moltke ha impedito. Tre anni dopo cambiò idea e incorporò il folle memorandum scritto da Moltke a Homburg nel novembre 1916 in un’opera più ampia, che comprendeva anche molti estratti dalle lettere del signor von. Moltke contiene i documenti relativi all’ultimo periodo della sua vita. È un libro scioccante. Ma la figura umana profondamente comprensiva del colonnello generale emerge così prepotentemente che le note di quei giorni fatidici tolgono forse un po’ della loro forza. Tragico e commovente è anche il quadro che emerge dalle brevi lettere e dai telegrammi degli ultimi giorni di vita del colonnello generale, che lottò fino alla fine contro la resistenza, cercò di scongiurare la carestia dal suo popolo e spirò il giorno della sua morte. Il feldmaresciallo von der Goltz pronuncia la prefazione sulla bara. Ciò di cui il nostro tempo ha maggiormente bisogno è la comprensione delle forze che stanno dietro l’apparenza esterna degli eventi mondiali. E studiare la scienza spirituale può darti le 14 nozioni di base necessarie. Non è più possibile superare i danni del nostro tempo senza fare questo passo: la conoscenza, la coscienza di ciò che è presente nell’umanità come impulsi evolutivi interiori, il riconoscimento della legge della ripetizione delle vite terrene già riconosciuta dalle più grandi menti tedesche, attraverso la quale l’uomo e il divenire storico trova solo la sua spiegazione e il suo significato profondo ci viene rivelato. La cosiddetta coincidenza fa sì che le conferenze che Rudolf Steiner tenne nell’autunno del 1916 ai membri della Società Antroposofica sul contesto spirituale della storia umana vengano ora pubblicate. Saranno pubblicati in una serie di diversi volumi intitolati “Storia cosmica e umana”.Contengono inoltre le informazioni più importanti sulla natura e sulle modalità di funzionamento delle società segrete; Fanno luce su una figura enigmatica come Blavatzky, fanno luce sullo spiritualismo e mostrano come Rudolf Steiner avesse messo in guardia dai suoi danni e ci danno l’opportunità di capire cosa sta realmente accadendo. Non ci salveremo dalla crisi attuale attraverso l’ottusità. Solo imparando a capire cosa sta succedendo nel mondo e come il nostro pensiero intellettuale inizialmente comprenda solo una piccola cerchia di ciò che è. Il popolo tedesco ha un enorme contributo da dare affinché questo circolo continui a crescere. Sfondare i confini della conoscenza attuale è il suo compito e allo stesso tempo; trasformare il declino della civiltà attuale in un’ascesa verso un nuovo sviluppo di forza. Si possono dare a un popolo obiettivi più grandi? Può servire l’umanità in un modo più bello? * * * 16 Rudolf Steiner Considerazioni preliminari su “La ‘colpa’ della guerra”1) Riflessioni e ricordi del Capo di Stato Maggiore H. von Moltke sugli avvenimenti dal luglio 1914 al novembre 1914 Maggio 1919 Il popolo tedesco deve affrontare la verità sullo scoppio della guerra. Può trarre forza da questa verità per intraprendere l’azione di cui ha bisogno ora. La gravità della situazione attuale richiede che tutte le obiezioni sollevate da una parte o dall’altra siano represse contro la rivelazione degli eventi che hanno preceduto l’inizio della guerra in Germania. Questa pubblicazione intende contribuire alla presentazione della verità su questi eventi.1 L’opuscolo, completato nel maggio 1919, era intitolato La “colpa” per la guerra – Riflessioni e ricordi del Capo di Stato Maggiore H. v. Moltke sugli avvenimenti dal luglio 1914 al novembre 1914. Fu pubblicato dalla “Associazione della Tripartizione dell’Organismo Sociale”, “presentato in accordo con la Sig.ra Eliza v. Moltke di Rudolf Steiner». La prefazione di Steiner è datata maggio 1919. Per la genesi della decisione di pubblicare queste note di Moltke, vedere Helmuth von Moltke 1848-1916 documenti sulla sua vita e la sua opera, volume 2, note alle pagine 76 e 80. Vedi anche Hans Kühn , Dreigliederungszeit , Dornach 1978. Gli appunti sono stati tratti dal libro: Helmuth von Moltke 1848-1916 – Documenti sulla sua vita e sulla sua opera, Volume 1, Basilea 1993, di Thomas Meyer. giro 17. Viene dall’uomo che fu al centro degli avvenimenti di Berlino tra la fine di luglio e l’inizio di agosto del 1914, il capo di stato maggiore, il colonnello generale Helmuth von Moltke. Dall’articolo si vedrà quanto fortemente si possa dire che quest’uomo sia stato al centro di questi eventi. La vedova del signor von Moltke, la signora Eliza von Moltke, adempie ad un dovere impostole dalla storia non nascondendo questi documenti al pubblico.Chiunque li legga probabilmente giungerà alla conclusione che sono il documento storico più importante che si possa trovare in Germania sull’inizio della guerra. Caratterizzano lo stato d’animo in cui la guerra era considerata inevitabile negli ambienti militari. Spiegano le ragioni militari per cui si sviluppò all’inizio e che portarono il popolo tedesco alla condanna del mondo intero. Il mondo vuole un’onesta confessione della verità da parte del popolo tedesco. Qui ne ha uno, scritto da quell’uomo i cui appunti portano in ogni frase il timbro dell’onestà, il quale – come vedrete dagli appunti – nel momento in cui scrive, non avrebbe potuto desiderare altro che il più puro soggettivo lasciar fluire la verità. la sua penna. E questa verità: letta correttamente, porta alla condanna totale della politica tedesca. Una condanna che non potrebbe essere più dura. Una condanna che punta a cose completamente diverse da quelle accettate da amici e nemici. Le reali cause della guerra non saranno descritte in questi documenti. Questi possono essere trovati in eventi che ovviamente risalgono a molto tempo fa. Ma ciò che accadde alla fine di luglio 1914 getta luce su questi avvenimenti. In questa luce si mostra il crollo del castello di carte che è stato chiamato la politica tedesca. Si vedono persone coinvolte in questa politica per le quali ogni prova che volessero evitare la guerra è superflua. Puoi certamente credere loro che volessero evitare la guerra. Si sarebbe potuto evitare solo se non fossero mai riusciti a raggiungere i loro posti. Non è stato ciò che hanno fatto a contribuire al disastro, ma piuttosto l’intera natura delle loro personalità. È scioccante leggere in queste note come il giudizio militare tedesco contrasti con il giudizio politico tedesco nel momento decisivo. Il giudizio politico è completamente al di fuori di ogni possibilità di valutazione della situazione, è al punto zero della sua attività, e si verifica una situazione sulla quale il capo di stato maggiore scrive: “L’atmosfera si faceva sempre più agitata ed ero completamente solo. ” Considera solo quello che c’è scritto in queste note da questa frase alla successiva: quello che vuoi.” Sì, è andata così: il capo di stato maggiore era tutto solo. Poiché la politica tedesca aveva raggiunto il punto zero di attività, il destino dell’Europa il 31 luglio e il 1° agosto 1914 era nelle mani dell’uomo che doveva compiere il suo dovere militare. Lo ha fatto con il cuore sanguinante. Chi vuole giudicare quanto accaduto deve porsi la domanda in modo appropriato e senza pregiudizi; Come è potuto accadere che alla fine di luglio 1914 non esistesse nessun’altra potenza in Germania?decidere il destino del popolo tedesco piuttosto che l’esercito da solo? Una volta era così, la guerra era una necessità per la Germania. Allora era una necessità europea. Il capo di stato maggiore, che “stava da solo”, non poteva evitarlo. L’infelice invasione del Belgio, che era una “necessità militare” e un’impossibilità politica, mostra come in Germania tutto fosse posto in prima linea nel giudizio militare nei tempi precedenti lo scoppio della guerra. Nel novembre 1914 l’autore di queste righe chiese al signor von Moltke, con il quale era amico da anni: cosa ne pensava il Kaiser di questa idea? E si rispose: Egli non ne sapeva nulla prima dei giorni precedenti lo scoppio della guerra. Data la sua particolarità, si sarebbe potuto temere che avrebbe parlato della questione a tutti. Ciò non poteva accadere perché l’incursione avrebbe potuto avere successo solo se gli avversari fossero stati impreparati. – E il Cancelliere del Reich ne era a conoscenza? Sì, lo sapeva. Oggi, chi conosce queste cose non deve tacere, per quanto sia riluttante a condividerle. Vorrei solo aggiungere che, data la natura delle mie discussioni con il signor von Moltke, non ho alcun obbligo di tenere nascoste queste cose e che so che agisco nel suo interesse quando le condivido. Mostrano come la politica tedesca abbia raggiunto il suo punto zero. Bisogna sottolineare queste cose se si vuole parlare della “colpa” del popolo tedesco. Questa “colpa” è di un tipo molto speciale: è la colpa di un popolo completamente apolitico, al quale le intenzioni delle sue “autorità” sono state nascoste con un velo impenetrabile. E a causa della sua indole apolitica, il 21 non aveva idea di come la continuazione della sua politica sarebbe stata la guerra. Deve anche sembrare incomprensibile che qualche tempo prima della guerra, addirittura prima della guerra, un funzionario abbia pronunciato parole dalle quali si doveva concludere che in Germania non c’era alcuna intenzione di violare la neutralità belga, mentre il signor von Moltke mi ha detto anche nel novembre 1914 che questa personalità doveva essere venuta a conoscenza dell’intenzione di marciare attraverso il Belgio. La questione se il popolo tedesco avrebbe potuto intervenire nello scoppio della guerra nel 1914: questi documenti forniscono una risposta completa. Le azioni che avrebbero potuto far sì che gli eventi di quest’anno trovassero la Germania in uno stato diverso da quello in cui si trovava avrebbero dovuto essere avvenute molto tempo fa. Una volta che esisteva questo stato, non poteva succedere nient’altro rispetto a quello che è successo. Questo è il modo in cui il popolo tedesco deve vedere oggi il proprio destino. E dalla forza che questa intuizione gli dà, deve trovare la sua strada da seguire.Gli eventi della terribile catastrofe bellica lo dimostrano non meno di quelli contenuti in questi documenti sull’inizio della guerra. Ma non è necessario che ne parli qui; poiché è mia responsabilità qui solo avviare queste registrazioni. 22 Dai documenti si può vedere che il fattore decisivo non era il presupposto che la Francia o l’Inghilterra avrebbero violato la neutralità belga se la Germania non lo avesse fatto, ma piuttosto il presupposto che la Francia avrebbe intrapreso una guerra difensiva dietro il suo forte fronte orientale, cosa che sarebbe stata evitato dovrebbe. Per la Germania questo punto di partenza aveva determinato per molti anni l’intero corso della guerra. E questo punto di partenza doveva porre la decisione in prima linea nel giudizio militare, a meno che i politici non avessero lavorato altrettanto a lungo per poter portare in campo altre forze per una simile decisione. Ciò non è accaduto. Si era compiuto uno sviluppo che, nel momento decisivo, rendeva necessario che ogni giudizio politico prevalesse su quello militare. Ciò che è veramente importante sta dietro ciò che i documenti indicano a questo punto. L’appello “al popolo tedesco e al mondo della cultura” lo ha sottolineato. L’Impero tedesco fu “collocato nel contesto mondiale senza alcun obiettivo essenziale che ne giustificasse l’esistenza”. Questo obiettivo non avrebbe dovuto essere tale da dover essere sostenuto esclusivamente dal potere militare; non avrebbe potuto mirare allo sviluppo del potere in senso esterno. Potrebbe essere diretto solo allo sviluppo interiore della sua cultura. Con un tale obiettivo, la Germania non avrebbe mai avuto bisogno di fondare la propria essenza su cose che la portassero in competizione e poi in aperto conflitto con altri imperi ai quali avrebbe dovuto soccombere nello sviluppo del potere esterno. Un Reich tedesco avrebbe dovuto sviluppare una politica che si allontanasse dalle idee esterne di potere, una vera politica culturale. Non sarebbe mai dovuta nascere, soprattutto in Germania, l’idea che chi considera questa politica culturale come l’unica possibile sia un “idealista poco pratico”. A causa della situazione mondiale generale, ogni sviluppo del potere dovette alla fine trasformarsi in potere puramente militare; e il destino del popolo tedesco non poteva essere lasciato solo a loro. In queste note, la personalità chiave racconta in modo semplice ciò che ha vissuto e fatto alla fine di luglio e all’inizio di agosto del 1914; e questa storia getta una luce brillante sulla tragedia del destino della Germania. Esso mostra “come la politica tedesca a quel tempo si comportasse come un castello di carte e come, quando raggiunse il punto zero della sua attività, tutte le decisioni su se e come iniziare la guerra dovessero essere rimesse al giudizio del amministrazione militare. Chi sarebbe autorevole in questa amministrazione,A quel tempo, dal punto di vista militare, non si poteva agire diversamente da quanto si era fatto, perché da questi punti di vista la situazione poteva essere vista solo così come era stata vista. Perché al di fuori dell’area militare ti saresti messo in una situazione che non potrebbe più portare ad alcuna azione.”2) 2 Nota di R. Steiner: “Cfr. dall’autore ‘Punti chiave della questione sociale, casa editrice Greiner & Pfeiffer, Stoccarda 1919′.” 24 La prova completa di ciò si trova negli appunti di Helmuth von Moltke. Parla un uomo che vedeva nella “guerra imminente” la più grande disgrazia per i popoli tedeschi ed europei; che affronta da tanti anni e che, nel momento decisivo, sta per violare il suo dovere militare se permette di rinviare anche solo di poche ore l’inizio della guerra. Per molti anni prima della guerra vidi come quest’uomo si rivolgeva con fervente desiderio alle più alte idee spirituali, come il suo atteggiamento era tale che la più piccola sofferenza di ogni essere lo toccava calorosamente; L’ho sentito dire molte cose; quasi nulla di significativo riguardo alle questioni militari. In verità non è lui, ma la mentalità militare attraverso di lui che parla in una frase come la seguente dagli atti: “La più alta arte della diplomazia, secondo me, non consiste nel mantenere la pace in ogni circostanza, ma nel mantenere costantemente la il monitoraggio della situazione politica dello Stato deve essere concepito in modo tale da essere in grado di entrare in guerra in condizioni favorevoli. E in che modo il pensiero militare mette in ombra le spiegazioni che Helmuth von Moltke si dà quando scrive queste note sullo sviluppo storico dell’umanità e dell’Europa? Si comprende perché, sulla base di tali presupposti, in questi documenti appare la frase: “La Germania non ha provocato la guerra;25 non vi è entrata per desiderio di conquista o per intenzioni aggressive contro i suoi vicini. – La guerra gli è stata imposta dai suoi avversari, e noi combattiamo per la nostra esistenza nazionale, per la continuazione dell’esistenza del nostro popolo, per la nostra vita nazionale.”3) Non avrei mai potuto avere un’impressione diversa da quella di quest’uomo, che era così nobile dentro, aveva molto tempo prima di quella guerra, se avesse dovuto dire qualcosa di diverso sulla guerra “imminente”, che considerava inevitabile, rispetto a quanto espresso nelle frasi sopra. Date le circostanze, il pensiero militare in Germania non poteva giungere a una conclusione diversa. E con questo giudizio fu condannato a entrare in conflitto con il resto del mondo. Il popolo tedesco dovrà imparare da questo incidente che in futuro la sua mentalità dovrà essere diversa. La guerra doveva essere considerata necessaria militarmente, ma non poteva essere giustificata politicamente.irresponsabile e senza speranza. Quanto è tragico che un uomo debba ricorrere a un atto la cui responsabilità gli fa sanguinare il cuore, che deve considerare come suo sacro dovere; e che fuori dalla Germania doveva essere visto come un errore morale, come una causa intenzionale di guerra. Pertanto, gli eventi mondiali si scontrano in una sfera della vita in cui l’idea In relazione al modo in cui il tedesco si sforza o combatte, si dice: “Si combatte per l’esistenza o per qualcosa che è legato all’esistenza”. 26 la “colpa” dovrebbe essere messa in una luce completamente diversa da quella che oggi viene fatta così spesso da tutte le parti. Si è parlato dei “guerrafondai” tedeschi. E giustamente, erano lì. Si diceva che la Germania non avesse mai voluto la guerra. E giustamente. Perché il popolo tedesco non lo voleva. Ma i “guerrafondai” non avrebbero potuto realmente provocare la guerra negli ultimi giorni; i loro sforzi sarebbero giunti a un punto morto se il pensiero militare non lo avesse ritenuto necessario. Negli appunti c’è la frase: “Sono convinto che l’Imperatore non avrebbe firmato affatto l’ordine di mobilitazione se il dispaccio del principe Lichnowsky fosse arrivato mezz’ora prima”. L’umore politico era contro la guerra; Ma questo stato d’animo politico era diventato irrilevante rispetto alle considerazioni militari. Ed era diventata nulla quando si trattava di come procedere contro l’Oriente o l’Occidente. Ciò non dipendeva affatto dalla situazione politica del momento, ma piuttosto dai preparativi militari. Si è parlato molto anche di un Consiglio privato o qualcosa di simile che si sarebbe tenuto a Potsdam il 5 luglio e che avrebbe pianificato la guerra. Ebbene il signor von Moltke, nel cui testamento militare fu presa la decisione alla fine di luglio, in giugno si recò a Karlsbad per una cura; non ritornò da lì fino alla fine di luglio. Fino alla fine della sua vita non sapeva nulla di un simile consigliere. Ha preso la decisione esclusivamente da un punto di vista militare. Certamente ciò che è stato espresso nella situazione europea nel luglio 1914 e che alla fine ha costituito la base per cui le considerazioni militari si sono svolte come si sono verificate: risale a eventi che si sono protratti per anni. Molte personalità tedesche sono responsabili di questi eventi; Ma hanno provocato questi eventi perché hanno visto l’essenza della Germania nello sviluppo esterno di potenza e splendore; non perché volessero “incitare” la guerra. E quelli che si precipitarono in guerra:Il clima politico pacifico li avrebbe affrontati nei fatidici giorni di luglio; I loro sforzi sarebbero finiti alla cieca se dopo il 26 luglio non fossero avvenuti fatti che hanno creato fin dall’inizio la catena delle cause immediate della guerra in Germania. La decisione spettava al signor von Moltke; e – questo risulta chiaramente dai documenti – non aveva nulla a che fare con nessun guerrafondaio. Quante volte, dopo il suo addio, ho potuto sentire dalla sua bocca parole che dicevano chiaramente: non si sarebbero mai ascoltati i guerrafondai, da qualunque campo provenissero. Se gli avessero chiesto di Bernhardi4), sarebbe stato solo respinto, il che diceva chiaramente: avrebbe potuto scrivere libri quanto voleva: nessuno qui ha mai ascoltato niente del genere. 4 Bernhardi, Friedrich von (1849-1930) , Generale e scrittore militare prussiano, scrisse Germania e la prossima guerra nel 1912. Il 28 sta arrivando. Non scriverei una cosa del genere qui se i dischi non mi dessero pieno diritto di farlo; e se questo diritto non mi ha dato anche numerosi colloqui con il signor von Moltke durante la guerra. – Prima di allora, come già accennato, non mi parlava quasi di questioni militari. – So quanti canali gli stati d’animo come quelli di Bernhard possono trasmettere alle personalità più importanti, e quanto importanti possano essere coloro che non si trovano nei posti “autorevoli”. Ma il signor von Moltke era autorevole; e ciò che ha fatto è venuto dalla sua convinzione non influenzata. – Si può ignorare ogni guerrafondaio – cosa che qui non viene negata: la corrente causale immediata che ha portato alle dichiarazioni di guerra della Germania è iniziata con i giudizi che il signor von Moltke ha espresso dopo il suo arrivo a Berlino da un punto di vista puramente militare sulla situazione europea si è formato. Tutto il resto che si vuole considerare come causa immediata della guerra era cieco e non avrebbe potuto portare a quanto accaduto. I documenti dimostrano quindi chiaramente che non fu il giudizio militare in quanto tale e nemmeno il giudizio politico del tutto inadeguato da parte tedesca a causare la guerra nel 1914, ma piuttosto il fatto che non esisteva una politica tedesca che limitasse il carattere esclusivo di il giudizio militare potrebbe impedirlo. Solo attraverso una tale politica nel 1914 sarebbe potuto accadere qualcosa di diverso da quello che accadde. Quindi questi documenti sono un terribile atto d’accusa contro questa politica. Questa conoscenza non deve rimanere nascosta. Si potrebbe obiettare alla pubblicazione di queste registrazioni perché alla fine c’è la frase: “Sono destinate esclusivamente a mia moglie e non devono mai essere rese pubbliche”. Il signor von Moltke lo scrisse nel novembre 1914 a Homburg, dove fu redatto questo documento.Non c’è nulla in queste comunicazioni che non abbia sentito dal signor von Moltke in novembre e successivamente e per il quale non sono mai stato obbligato a tacere. Al contrario: violerei il mio dovere di comunicare ciò che non deve restare segreto, se mi trattenessi fin d’ora su ciò che so. Dovrei dire cosa c’è in questi messaggi anche se non ci fossero; e potevo vederlo, poiché sapevo tutte le cose prima di leggere i documenti. E attraverso la pubblicazione la von Moltke dimostra di comprendere gli obblighi storici; e sa dalla grave sofferenza mentale iniziata per suo marito con la sua partenza che pubblicandola agisce nel suo spirito e non contro il suo spirito.5) Quest’uomo ha sofferto indicibilmente. Nel suo animo visse ogni vibrazione del destino bellico del suo popolo fino alla morte. E così la dicitura secondo cui gli appunti dovrebbero essere solo “destinati a mia moglie” diventa prova dell’assoluta onestà e integrità di quanto scritto. Nel momento in cui scriveva, quest’uomo credeva di scrivere solo per sua moglie: come poteva scivolare negli appunti la minima disonestà! Lo dico al pubblico solo perché ho conosciuto l’uomo dalle cui labbra non è mai uscita una falsità soggettiva. Perché questi documenti non sono stati resi pubblici prima? Quindi potresti chiedere. Oh, le persone hanno cercato abbastanza a lungo di far sentire il loro contenuto a coloro che avrebbero dovuto ascoltarlo, di dare una direzione alle loro azioni. La gente non voleva ascoltarlo. La gente non ne era interessata. Non faceva parte del “dipartimento”. Adesso il pubblico deve conoscerlo. Scritto a Stoccarda, maggio 1919 Rudolf Steiner Helmuth von Moltke Riflessioni e ricordi La guerra europea del 1914 non era inaspettata per chi guardava il mondo senza pregiudizi diplomatici 31 . Per anni è rimasta come una nube meteorologica nel cielo politico, la tesa situazione europea doveva essere urgentemente allentata e non c’erano dubbi che il conflitto tra i due principali Stati europei avrebbe scatenato la guerra in quasi tutta l’Europa. Questo deve essere stato il risultato dei trattati e degli accordi conclusi tra i membri dei due gruppi di potere, che vincolavano Stato a Stato in caso di guerra. Era certo che la Germania avrebbe preso parte attiva ad una guerra che minacciava seriamente l’esistenza dell’impero austro-ungarico, ed era altrettanto certo che la Francia si sarebbe schierata dalla parte della Russia. L’Intesa era da anni ostile alla Triplice Alleanza. Tuttavia, non c’era da aspettarsi che quest’ultima fallisse nel test dell’emergenza e che l’Italia non rispettasse i propri obblighi vincolanti.Nell’anno precedente alla guerra gli accordi precedentemente esistenti tra Italia e Germania erano stati rivisti e rinnovati e nella primavera del 1914 tali accordi furono ripristinati in forma vincolante. L’Italia si era impegnata a fornire alla Germania 2 divisioni di cavalleria e 3 corpi d’armata in caso di guerra tra Germania e Francia; Mi aveva fatto visita a Berlino il generale Zuccari, nominato capo di queste truppe ausiliarie; il trasporto delle truppe era stato organizzato con l’assistenza dello Stato Maggiore austriaco. Tutto è stato discusso in dettaglio. Allo stesso modo, fu formalmente concluso e firmato un accordo navale tra Germania, Italia e Austria, dopo che doveva aver luogo un’azione congiunta delle flotte austriaca e italiana, con l’aggiunta delle navi tedesche presenti nel Mediterraneo allo scoppio della guerra. Tutti questi accordi erano così chiari e così vincolanti che difficilmente poteva esserci alcun dubbio sulla lealtà dell’Italia all’alleanza. I documenti risultanti, le dichiarazioni rese dalla parte italiana a nome del governo, che hanno ricevuto l’approvazione del re, sono nei nostri archivi. Tuttavia l’Italia non ha mantenuto la parola data. Dichiarò la sua neutralità e ignorò tranquillamente tutti i trattati di Viper. Forse non si trova nella storia una violazione della parola più vergognosa. La Germania e l’Austria rimasero sole quando scoppiò la guerra. La diplomazia inglese seppe mantenersi libera dai trattati vincolanti e mantenere la politica della mano libera. Tuttavia, tra Inghilterra, Francia e Belgio erano stati stipulati accordi in caso di cooperazione, ma l’Inghilterra poteva giustamente affermare di non aver stipulato alcun trattato internazionale vincolante. L’atteggiamento dell’Inghilterra allo scoppio della guerra rimase quindi dubbio; Con tutta probabilità essa sarebbe stata dalla parte degli avversari se fosse scoppiata la guerra tra Germania e Francia. L’opportunità di eliminare il concorrente scomodo sul mercato mondiale, di intervenire laddove c’era la prospettiva di schiacciare la Germania con una forza superiore insieme a Russia e Francia; I lunghi scavi avviati dal re Edoardo VII per accerchiare la Germania6), la speranza di distruggere la temuta flotta tedesca e di ottenere così il dominio illimitato degli oceani del mondo, in breve il dominio del mondo, rendevano probabile fin dall’inizio che l’Inghilterra si unisse al nostro ranghi I nemici verranno trovati. La speranza della nostra diplomazia di riuscire ad instaurare buoni rapporti con l’Inghilterra, che per anni era stata l’ago magnetico su cui si fondava la nostra politica, era destinata a rivelarsi delusa non appena i brutali interessi inglesi avessero potuto trovare l’occasione per affermarsi. L’Inghilterra lo ha sempre capitoper coprire moralmente le sue azioni egoistiche. 7) Anche in questo caso la violazione della neutralità belga da parte della Germania dovette servire come pretesto per dichiarare guerra a quest’ultimo. 8) Potrebbe rimanere una questione aperta se l’Inghilterra sia immediatamente entrata attivamente in guerra contro di noi lo sarebbe se questa violazione della neutralità non si fosse verificata. In ogni caso sarebbe intervenuto non appena ci fosse stato il pericolo che la Francia fosse sopraffatta da noi. Nessuna delle potenze continentali, men che meno la Germania, avrebbe, secondo il vecchio 6 Vedi: Renate Riemeck, Central Europe – Balance of a Century, 3a ed., Potsdam 1990, capitolo “Una guerra lunga e ben preparata”. 7 Oggi questa affermazione può essere estesa alla politica americana del “Nuovo Ordine Mondiale”. 8 Il 3/4 In agosto, le truppe tedesche invasero il Belgio secondo il Piano Schlieffen modificato di Moltke; Successivamente, dopo un ultimatum alla Germania che chiedeva il rispetto della neutralità belga – di fatto una dichiarazione di guerra – la Gran Bretagna dichiarò formalmente guerra alla Germania il 5 agosto e anche all’Austria-Ungheria il 12 agosto. 34 Si lasciò che la pratica politica inglese diventasse così forte da far sorgere il pericolo di un’egemonia. Forse sarebbe stato più conveniente per l’Inghilterra aspettare che gli stati continentali si fossero esauriti in guerra prima di intervenire; forse questa idea era inizialmente nella mente del governo inglese. Ma ogni osservatore imparziale doveva presumere in ogni circostanza che l’Inghilterra, prima o poi, avrebbe sempre agito contro la Germania. Ogni corteggiamento della nostra diplomazia è andato perduto fin dall’inizio nei confronti di uno Stato che, come l’Inghilterra, persegue solo una politica di interessi egoistici. Forse non sarebbe stato così difficile riconoscerlo anche prima dello scoppio della guerra. Credo che si sarebbe potuto raggiungere un accordo con la Francia o un’intesa con la Russia invece di una neutralità affidabile da parte dell’Inghilterra. Ma i nostri occhi erano fissi come ipnotizzati sull’Inghilterra, e quando questa fu dichiarata proprio all’inizio della guerra contro di noi, ci trovammo con l’Austria, senza nessun altro alleato, e anche senza preparazione a guadagnarne uno, di fronte alla forza superiore di i nostri nemici. Lo scoppio della guerra in Europa è stato rinviato per anni a causa della paura popolare. È stata lei a far sì che tutti i gabinetti affermassero ripetutamente che tutti gli sforzi erano volti al mantenimento della pace. 35 Sarebbe stato meglio per noi se negli ultimi anni avessimo affrontato gli eventi futuri, la guerra che era inequivocabilmente dietro l’angolo, e ci fossimo preparati anche sul piano diplomatico. Secondo me, la più alta arte della diplomazia non è mantenere la pace in tutte le circostanze, ma piuttosto mantenerlamodellare permanentemente la situazione politica dello Stato in modo tale che esso possa entrare in guerra in condizioni favorevoli. – Questa è stata l’immortale conquista di Bismarck prima delle guerre del 1866 e del 1871. La sua costante preoccupazione era la coalizione tra Francia e Russia, che ora si è formata e ci costringe a combattere la guerra su due fronti. – Che il popolo tedesco avesse la chiara sensazione che per la patria si avvicinavano tempi difficili, è dimostrato dall’accettazione, richiesta dallo Stato Maggiore e dal Ministero della Guerra, del disegno di legge sulla difesa del 1912. Lo Stato Maggiore si aspettava una guerra a due fronti per anni. Era abbastanza chiaro che ciò sarebbe diventato necessario nel momento in cui la rivalità tra Russia e Austria nei Balcani avrebbe portato ad un conflitto aperto. Sapevamo tutti che la Francia vi avrebbe sicuramente preso parte a fianco dell’Impero zarista, al quale aveva messo a disposizione i suoi miliardi per prepararsi al meglio alla guerra. Ci si potrebbe chiedere se la Germania non sarebbe stata più saggia a lasciare l’Austria al suo destino invece di assumere come un’alleanza leale l’immensa gravità della guerra prevista. Più volte è stato espresso il parere che il crollo della monarchia austro-ungarica non poteva più essere fermato e che in realtà non c’era motivo perché la Germania si lanciasse nell’avventura di una guerra per conto dell’Austria, la cui gravità era chiara ai suoi occhi. tutti. Bisogna ammettere innanzitutto la possibilità che la Germania, abbandonando la monarchia alleata, avrebbe potuto salvarsi dalla guerra. Ma a parte il fatto che il popolo tedesco non avrebbe avuto alcuna comprensione per un simile sentimento, secondo me l’abbandono dell’Austria sarebbe stato un errore politico che in breve tempo si sarebbe vendicato duramente. La politica di accerchiamento anglo-francese era diretta principalmente contro la Germania. Sarebbe rimasto se la Germania si fosse separata dall’Austria, e tra qualche anno ci saremmo trovati in guerra con la stessa coalizione che ora ci attacca, ma senza, o forse addirittura con, un’Austria ostile. Allora saremmo stati completamente soli. La guerra che stiamo conducendo ora era una necessità basata sull’evoluzione del mondo. I popoli, così come i singoli individui, sono soggetti alla loro legge. Se questo sviluppo del mondo, che di solito viene chiamato storia del mondo, non esistesse, se non fosse guidato dal piano dello sviluppo del mondo secondo leggi superiori, la teoria dello sviluppo riconosciuta in relazione agli esseri viventi della terra sarebbe basato sull’essere vivente più elevato, l’uomo, nella sua sintesi come popolo, non applicabile. Allora la storia mondiale non sarebbe altro che il confuso risultato di coincidenze,e si dovrebbe negare qualsiasi sviluppo pianificato. Ma secondo me, la storia stessa dimostra che questo sta accadendo. Mostra come le epoche culturali si sostituiscono gradualmente, come ogni popolo deve adempiere il suo compito specifico nello sviluppo mondiale e come questo sviluppo avviene in linea ascendente. Anche la Germania deve adempiere al suo compito culturale. Tuttavia, l’adempimento di tali compiti non avviene senza attriti, poiché le resistenze devono sempre essere superate; possono essere sviluppati solo attraverso la guerra. Se si volesse supporre che in questa guerra la Germania venga distrutta, allora la vita intellettuale tedesca, necessaria per l’ulteriore sviluppo spirituale dell’umanità, e la cultura tedesca verrebbero eliminate; l’umanità verrebbe ritardata nel suo sviluppo complessivo nel modo più disastroso. I popoli romani hanno già superato il culmine del loro sviluppo; non possono apportare alcun elemento nuovo e fecondante allo sviluppo complessivo. I popoli slavi, in primis la Russia, sono ancora troppo indietro nella cultura per poter assumere la guida dell’umanità. Sotto il governo di Knute, l’Europa sarebbe ridotta a uno stato di barbarie spirituale. – L’Inghilterra persegue solo obiettivi materiali.9) Un ulteriore sviluppo spirituale dell’umanità è possibile solo attraverso la Germania.10) Per questo la Germania non verrà sconfitta in questa guerra; è l’unico popolo che attualmente può assumere la guida dell’umanità verso obiettivi più alti. È un periodo enorme quello in cui viviamo. Questa guerra determinerà un nuovo sviluppo della storia, e il suo esito detterà al mondo intero la via sulla quale dovrà avanzare nei prossimi secoli. La Germania non ha provocato la guerra, non vi è entrata per desiderio di conquista o per intenzioni aggressive contro i suoi vicini. Gli è stata imposta la guerra dai suoi avversari, e noi lottiamo per la nostra esistenza nazionale, per la continuazione dell’esistenza del nostro popolo, per la nostra vita nazionale.11) Con questo lottiamo per l’ideale 9 Questa e la seguente teoria delle diverse fasi di sviluppo del romanico o. I popoli slavi furono chiaramente affermati nello scritto di CG Harrison, The Transcendental Universe, Londra 1893. Rudolf Steiner, che conosceva questo scritto, probabilmente toccò questo argomento in conversazioni private con Moltke. Ciò che qui si dice dei popoli non deve ovviamente essere trasferito ai singoli individui umani, che per loro natura stanno al di sopra dell’elemento popolare. 10 Riguarda lo sviluppo spirituale dell’umanità. È quindi chiaro che sarebbe assurdo collocare queste e simili affermazioni di Moltke nell’ambito degli slogan etnici sulla “missione mondiale” dei tedeschi, che nel Terzo Reich non avevano nulla a che fare con il vero spirito,ma aveva molto a che fare con il sangue, la terra e gli istinti irrazionali. 11 Cfr. l’intervento di R. Steiner del 31 ottobre 1914 a Berlino (vedi nota 3). 12 Vladimir Sukhmolinov, ministro della Guerra dal 1910. 39 Goods, mentre i nostri avversari affermano apertamente che il loro obiettivo è la distruzione della Germania. Mai una guerra fu condotta da uno Stato più giusta, e mai essa colpì un popolo più mosso da sentimenti ideali. Come in un colpo solo, tutte le divisioni, tutte le divergenze di partito, tutti gli interessi materiali si ritirarono; il popolo rimase unito di comune accordo e tutti erano pronti a sacrificare le proprie ricchezze e il proprio sangue per la patria. L’alto idealismo del popolo tedesco, che neppure la corrente materialistica dei lunghi anni di benessere riuscì a distruggere, irruppe vittoriosamente. Il popolo riconobbe che esistevano obiettivi più alti e più preziosi del benessere materiale e si rivolse a questi con tutto il fervore del germanesimo. Un popolo simile è invincibile. La causa esterna della guerra fu l’assassinio dell’erede al trono dell’arciduca. Non appena divenne chiaro che l’Austria chiedeva una vasta ritorsione alla Serbia, la Russia si schierò dalla parte degli assassini. Temeva che il suo prestigio nei Balcani e la sua posizione di protettore di tutti gli slavi sarebbero andati perduti se avesse consegnato la Serbia senza appoggio all’Austria. Ecco perché la Russia era determinata fin dall’inizio alla guerra e ha subito avviato i preparativi per la mobilitazione, che inizialmente sono stati tenuti molto segreti. Secondo me, stava solo cercando di guadagnare tempo quando, poco dopo, dichiarò che la mobilitazione ora apertamente ordinata nei distretti militari meridionali era diretta solo contro l’Austria e che non doveva esserci alcuna mobilitazione contro la Germania40. Mentre la mobilitazione era già in pieno svolgimento, il ministro della Guerra12) diede all’addetto militare tedesco13) la sua parola d’onore che non ci sarebbe stata alcuna mobilitazione. È noto che mentre il nostro imperatore cercava ancora di mediare onestamente tra Russia e Austria, anche in Russia fu annunciata la mobilitazione dei distretti militari settentrionali. Sebbene lo zar abbia dichiarato che questa mobilitazione non era diretta contro la Germania, che la Russia non voleva entrare in guerra contro la Germania, ci ha comunque imposto di trovarci alla mercé di una Russia completamente attrezzata senza la nostra preparazione alla guerra. Naturalmente questo era impossibile per la Germania. Nel momento in cui la Russia ha mobilitato il suo intero esercito, siamo stati costretti a mobilitarci anche noi. Se non lo avessimo fatto, la Russia avrebbe potuto in qualsiasi momento invadere il nostro Paese non protetto e renderci impossibile la successiva mobilitazione. Non ci sono dubbi che sia stata la Russia a dare inizio a questa guerra. Sapeva benissimo che la Germania non avrebbe permesso che la sua alleata Austria venisse distrutta,ma aveva guadagnato tempo con il suo comportamento ingannevole ed era già molto avanti nella sua mobilitazione, proprio mentre la Germania iniziava la sua. 12 Vladimir Sukhmolinov, ministro della Guerra dal 1910. 13 Questo “addetto militare” non è stato ancora identificato. 41 Come già accennato, la guerra su due fronti veniva portata avanti da anni dallo Stato Maggiore. L’avanzata attraverso il Belgio era già stata pianificata sotto il mio predecessore, il conte Schlieffen. Questa operazione fu giustificata dal fatto che sembrava quasi impossibile costringere l’esercito francese a prendere una decisione in campo aperto senza violare la neutralità belga. Tutte le notizie sembravano dare per certo che i francesi avrebbero intrapreso una guerra difensiva dietro il loro forte fronte orientale, e che avrebbero dovuto essere preparati ad affrontare una lunga guerra di posizione e di fortezze se avessero attaccato frontalmente questo forte fronte. – Il conte Schlieffen voleva addirittura marciare attraverso l’Olanda meridionale con l’ala destra dell’esercito tedesco.14) Ho cambiato questo per non costringere i Paesi Bassi a schierarsi con i nostri nemici e ho preferito assumermi le grandi difficoltà tecniche che ciò ha comportato che il L’ala destra del nostro esercito dovette insinuarsi nello stretto spazio tra Aquisgrana e il confine meridionale della provincia del Limburgo. Per poter effettuare questa manovra, dovevamo prendere possesso di Liegi il più presto possibile. Ciò diede origine al piano di conquistare di sorpresa questa fortezza. Anche lo Stato Maggiore si è chiesto più volte se non sarebbe meglio avere una forza di difesa. 42 per fare la guerra. Fu sempre negato perché eliminava la possibilità di portare al più presto la guerra in territorio nemico. È stata presa in considerazione la possibilità che il Belgio protesti contro una marcia, ma non si opponga con la forza armata. In questo senso, la somma da me ideata era rivolta al governo belga, che garantiva al re la continuazione dell’esistenza della monarchia. Il passaggio in esso contenuto, in cui si prometteva al Belgio un’espansione territoriale in caso di comportamento amichevole, è stato cancellato dal Ministero degli Esteri al momento della presentazione della somma. Ci sono certamente molte obiezioni all’azione del Belgio, ma il corso delle prime settimane di guerra ha dimostrato che, come previsto, essa costringeva i francesi ad affrontarci in campo aperto e che potevano essere sconfitti. Il fatto che la sconfitta della Francia sia fallita al primo tentativo è dovuto al rapido aiuto dell’Inghilterra. Il colpo di stato di Liegi è stata un’impresa audace. Se avesse fallito, lo scacco morale sarebbe stato grave.Ciò che mi ha spinto a ordinarlo è stata innanzitutto la speranza di mettere in nostro possesso intatta la ferrovia Aquisgrana-Liegi. Ciò riuscì, e il fatto che in seguito avessimo a disposizione la ferrovia per Bruxelles e oltre fino a St-Quentin fu di incalcolabile vantaggio. Il giorno prima della mobilitazione era arrivato un dispaccio da Londra in cui si informava che l’Inghilterra si era impegnata con la Francia a proteggere la costa settentrionale francese dagli attacchi tedeschi dal mare. L’Imperatore chiese la mia opinione e gli spiegai che avremmo potuto tranquillamente impegnarci a non attaccare la costa settentrionale della Francia se l’Inghilterra fosse rimasta neutrale a questa condizione. Secondo me la lotta contro la Francia si deciderebbe sulla terraferma; un attacco dal mare potrebbe essere evitato se da ciò dipendesse la neutralità dell’Inghilterra. – Questo dispaccio è stato apparentemente il primo tentativo dell’Inghilterra di ingannarci, o almeno di ritardare la nostra mobilitazione. Quando il 28 o 29 luglio (?)15) giunse la notizia che in Russia era stata ordinata la mobilitazione generale, l’Imperatore dichiarò: pericolo di guerra imminente. Il 1° agosto Se ordinò. Vostra Maestà l’Imperatore si mobilita per la Germania alle 5 del pomeriggio. Il 2 agosto è stato il primo giorno di mobilitazione. Stavo tornando dal castello allo stato maggiore quando ricevetti l’ordine di ritornare immediatamente al castello perché erano arrivate notizie importanti. Mi sono voltato immediatamente. Nel castello, oltre a Sua Maestà, trovai il Cancelliere del Reich, il Ministro della Guerra16) e alcuni altri gentiluomini. Il Cancelliere del Reich, che, come già accennato, vedeva nel raggiungimento di un buon risultato l’obiettivo più importante della sua politica. (Eliza von Moltke) 16 Erich von Falkenhayn (1861-1922), ministro della guerra e dall’autunno 1914 per un certo periodo anche capo di stato maggiore. 44 per stabilire rapporti con l’Inghilterra, e che, stranamente, credeva ancora oggi che la guerra generale, o almeno la partecipazione dell’Inghilterra ad essa, potesse essere evitata, era ovviamente a conoscenza del contenuto di un messaggio appena ricevuto dall’ambasciatore tedesco a Londra, il principe Lichnowsky17) era emozionato dal dispaccio arrivato. Allo stesso modo Se. Vostra Maestà l’Imperatore. – Nel dispaccio si leggeva che il segretario di Stato Gray18) aveva informato l’ambasciatore che l’Inghilterra voleva impegnarsi affinché la Francia non entrasse in guerra contro di noi se la Germania, da parte sua, si fosse impegnata a non intraprendere alcuna azione ostile contro la Francia. Devo constatare che in Francia la mobilitazione era già stata ordinata lo stesso giorno del nostro e noi ne eravamo consapevoli. – Come ho detto, c’era un’atmosfera allegra. Ora non resta che dichiarare guerra alla Russia! L’imperatore mi disse: “Quindi faremo semplicemente marciare l’intero esercito verso est!” – Ho risposto a Vostra Maestà,che era impossibile. Lo schieramento di un esercito di milioni di persone non si improvvisa, è il risultato di un anno intero e faticoso di lavoro e, una volta determinato, non può essere modificato. Se Se. Se Vostra Maestà insistesse nel condurre l’intero esercito verso est, non avrebbero un esercito già pronto, ma piuttosto un gruppo disordinato di persone armate e disordinate senza provviste. – Il 17° Karl Max Prince von Lichnowsky (1860-1928), ambasciatore a Londra dal 1912. 18 Edward Gray (1862-1933), ministro degli Esteri britannico 1905-1916. 45 Kaiser insistette nella sua richiesta e si arrabbiò moltissimo e mi disse tra l’altro: “Tuo zio mi avrebbe dato una risposta diversa!”, cosa che mi addolorò moltissimo. – Non ho mai preteso di essere uguale al feldmaresciallo. – Nessuno sembrava pensare al fatto che sarebbe stata una catastrofe per noi se avessimo marciato in Russia con tutto il nostro esercito, con una Francia mobile dietro di noi. Come avrebbe potuto l’Inghilterra – anche supponendo la sua buona volontà – impedire alla Francia di pugnalarci alle spalle? Anche la mia obiezione che la Francia si stava già mobilitando e che era impossibile per una Germania mobile e una Francia mobile mettersi d’accordo pacificamente per non farsi del male a vicenda è rimasta infruttuosa. L’atmosfera si fece sempre più agitata e mi ritrovai completamente sola. Finalmente sono riuscito a vedere. Convincere Vostra Maestà che il nostro dispiegamento, che avrebbe dovuto coinvolgere forze forti contro la Francia e forze difensive deboli contro la Russia, deve finire come previsto se non si vuole che si crei la confusione più disastrosa. Dissi all’imperatore che una volta terminato lo schieramento sarebbe stato possibile trasferire un numero qualsiasi di unità dell’esercito in Oriente; non si doveva cambiare nulla sullo schieramento stesso, altrimenti non potevo assumermi la responsabilità. Il messaggio di risposta a Londra fu poi redatto in modo che la Germania accettasse volentieri l’offerta inglese, ma che per motivi tecnici si dovesse prima effettuare l’intervento previsto, anche al confine francese. Ma non faremmo nulla alla Francia se anche lei restasse calma sotto il controllo dell’Inghilterra. – Non potrei ottenere di più. L’assurdità di tutta questa proposta inglese mi è stata chiara fin dall’inizio. Il Ministero degli Esteri mi aveva già detto negli anni precedenti che la Francia avrebbe potuto rimanere neutrale in una guerra tra Germania e Russia. Credevo così poco a questa possibilità che già allora avevo dichiarato che se la Russia ci avesse dichiarato guerra, se l’atteggiamento della Francia fosse stato dubbio, noi avremmo dovuto dichiararle immediatamente guerra. Ora ho chiesto che le fortezze di Verdun e Toul ci fossero temporaneamente consegnate come garanzia che la Francia non avrebbe colpito.Questa proposta è stata respinta come voto di sfiducia in Inghilterra. Durante questa scena ero quasi disperato; vedevo queste azioni diplomatiche, che minacciavano di interferire con la nostra mobilitazione, come il più grande disastro per la guerra che stava per scoppiare. Devo sottolineare qui che il nostro piano di mobilitazione prevedeva l’occupazione del Lussemburgo da parte della 16a Divisione il primo giorno di mobilitazione. – Dovevamo assolutamente proteggere le ferrovie lussemburghesi da un colpo di stato francese, poiché ne avevamo bisogno per il nostro impiego. Mi colpì ancora di più quando il Cancelliere del Reich dichiarò che l’occupazione del Lussemburgo non avrebbe dovuto aver luogo in nessun caso, che costituiva una minaccia diretta per la Francia e avrebbe reso illusoria la garanzia inglese offerta. – Mentre ero lì, il Kaiser, senza chiedermelo, si rivolse all’aiutante di turno in servizio e gli ordinò di inviare immediatamente un telegrafo alla 16a divisione di Treviri con l’ordine di non marciare verso il Lussemburgo. – Avevo la sensazione che il mio cuore stesse per spezzarsi. – Ancora una volta c’era il pericolo che il nostro schieramento venisse gettato nella confusione. Ciò che questo significa può comprenderlo appieno solo chi conosce il complicato lavoro di una marcia, che è regolato fin nei minimi dettagli. Laddove ogni mossa è regolata al minuto, ogni cambiamento è destinato ad avere effetti disastrosi. – Ho tentato invano, Se. Per convincere Vostra Maestà che avevamo bisogno delle ferrovie lussemburghesi e che dovevamo metterle in sicurezza. Mi è stato detto che avrei preferito utilizzare altre corsie. L’ordine è rimasto. Con ciò fui rilasciato. È impossibile descrivere lo stato d’animo con cui sono arrivato a casa. Ero come distrutto e versavo lacrime di disperazione.19) Come mi fu presentato il dispaccio per la 16a Divisione, contenente l’ordine dato telefonicamente 19 Non va trascurato che questa frase è in note confidenziali destinate solo alla moglie ; Da questa e da simili affermazioni i detrattori di Moltke potrebbero aver ottenuto un’apparente conferma della loro teoria sulla debolezza di quest’uomo. Moltke si sarebbe certamente espresso diversamente nelle note destinate al pubblico fin dall’inizio! 48 ripetuto, ho sbattuto la penna sul tavolo e ho detto che non la firmavo. Non posso apporre la mia firma, la prima dopo l’annuncio della mobilitazione, su un ordine che revoca qualcosa che era stato preparato secondo i piani e che sarà immediatamente percepito dalle truppe come un segno di insicurezza. – “Fai quello che vuoi con il dispaccio”, ho detto al tenente colonnello Tappen20). “Non lo firmo.” – Così rimasi seduto nella mia stanza, di umore cupo, finché non mi fu ordinato di tornare al castello di Sua Maestà alle 23 di sera.L’Imperatore mi ricevette nella sua camera da letto; era già andato a letto, ma si alzò di nuovo e indossò un cappotto. Mi consegnò un dispaccio del re d’Inghilterra in cui dichiarava di non conoscere alcuna garanzia da parte dell’Inghilterra per impedire alla Francia di entrare in guerra. Il dispaccio del principe Lichnowsky deve essere basato su un errore oppure deve aver frainteso qualcosaaverlo. – L’Imperatore era molto emozionato e mi disse: “Ora puoi fare quello che vuoi”. – Sono andato subito a casa e ho telegrafato alla 16a divisione che avrebbe dovuto effettuare l’invasione del Lussemburgo. Per motivare almeno un po’ questo nuovo ordine, ho aggiunto: “Poiché si è appena saputo che in Francia è stata ordinata la mobilitazione”. Questa è stata la mia prima esperienza in questa guerra. 20 Gerhard Tappen era il capo del reparto operativo e ferroviario. 49 Sono convinto che l’Imperatore non avrebbe firmato affatto l’ordine di mobilitazione se il dispaccio del principe Lichnowsky fosse arrivato mezz’ora prima. – Non sono riuscito a superare le impressioni di questa esperienza; qualcosa in me è stato distrutto che non poteva essere ricostruito; la mia sicurezza e fiducia sono andate in frantumi. Il colpo di stato contro Liegi era previsto per il 5 agosto. La sera dello stesso giorno arrivò da lì una segnalazione secondo cui l’operazione non era andata a buon fine. In ogni caso le nostre truppe non erano penetrate nella città. Ho dovuto riferirlo all’imperatore. Mi ha detto: “È quello che ho pensato subito. Questa azione contro il Belgio mi ha fatto venire in gola la guerra con l’Inghilterra”. – Quando il giorno dopo giunse la notizia che la città ci era stata tolta, fui baciato. Dopo la prima rapida e vittoriosa avanzata dei nostri eserciti attraverso il Belgio verso la Francia, si verificò la battuta d’arresto quando forti forze francesi e inglesi attaccarono la nostra ala destra da Parigi. La 2a Armata dovette ritirare la sua ala destra e anche la 1a Armata dovette ritirarsi. La situazione era critica. Sono andato all’alto comando dell’esercito. Come ho fatto con A.-O.-K. Il 4, dalla 2a armata arrivò un messaggio radio che informava che forti forze francesi si stavano dirigendo verso est contro la 3a armata. Volevo lasciare in piedi la 3a Armata, così come la 4a e la 5a. Mentre andavo all’A.-O.-K. 3 è arrivato, mi ha spiegato il generale von. Hausen21), non riuscì a mantenere la linea assegnatagli, le sue truppe non erano più efficienti. Fui quindi costretto ad assegnare alla 3a Armata una linea più corta e arretrata, ma allo stesso tempo dovetti ritirare la 4a e la 5a Armata per ristabilire un fronte unitario dell’esercito. Ho dovuto emettere immediatamente sul posto, sotto la mia responsabilità, l’ordine corrispondente. – È stata una decisione difficile che ho dovuto prendere senza poter ottenere prima l’approvazione di Sua Maestà. La decisione più difficile della mia vita, che mi è costata il cuore e l’anima. Ma prevedevo una catastrofe se non avessi ritirato l’esercito. Alle 3 del mattino sono tornato in Lussemburgo al Gran Quartier Generale. – Il 13 settembre riferii all’imperatore quanto avevo ordinato e lo motivai. – L’imperatore non era sgarbato, ma ne avevo l’impressioneche non era del tutto convinto della necessità della ritirata. – Devo ammettere che i miei nervi erano molto deboli a causa di tutto quello che avevo vissuto e che probabilmente davo l’impressione di un malato. 21 Max Clemens Freiherr von Hausen (1848-1922), comandante in capo della 3a armata. 51 Il 14 settembre, nel pomeriggio, il generale von. Lyncker22) era nel mio ufficio e mi disse che il Kaiser mi aveva detto che aveva l’impressione che fossi troppo malato per poter continuare a gestire le operazioni. Se. Sua Maestà mi aveva ordinato di dichiararmi malato e di ritornare a Berlino. Generale v. Falkenhayn dovrebbe subentrare nelle operazioni. Allo stesso tempo, il mio precedente quartiermastro capo era il generale von. Stein fu sostituito e gli fu dato il comando di un corpo d’armata di riserva. Tutto questo mi è arrivato senza alcuna preparazione. Sono andato immediatamente al caso General v. Falkenhayn e lo informò dell’ordine di Sua Maestà. Era completamente sorpreso. – Siamo andati insieme dall’Imperatore, il quale mi ha spiegato che aveva l’impressione che fossi indebolito dalle due cure a Carlsbad e avessi bisogno di riprendermi. – Ho detto all’Imperatore che credevo che non avrei fatto una buona impressione nell’esercito e all’estero se fossi stato mandato via subito dopo il ritiro dell’esercito. Generale v. Falkenhayn era d’accordo con questo punto di vista. L’imperatore allora disse che Falkenhayn avrebbe dovuto fungere da capo quartiermastro e che io dovevo restare “pro forma”. Falkenhayn ha spiegato che avrebbe potuto assumere la direzione delle operazioni solo se avesse avuto completa libertà. Questo non potevo che riconoscerlo. Allora sono rimasto in sede mentre tutto mi veniva tolto di mano ed ero senza nessuno. 52 influenza stava lì come spettatore. Forse nessuno lo capirà. – Ho accettato questo martirio e ho coperto le successive operazioni con il mio nome, per il bene del paese e per evitare che si dicesse che l’Imperatore avesse mandato via il suo capo di stato maggiore non appena si fosse verificato il primo fallimento. Sapevo quali conseguenze disastrose ciò avrebbe avuto. – Più tardi ho chiesto a Se. Vostra Maestà mi manderà a Bruxelles per aiutare a prendere Anversa. Non potevo più sopportare di essere presente al Gran Quartier Generale senza alcuna attività e completamente messo da parte. L’Imperatore approvò la mia richiesta, e io mi recai a Bruxelles e di lì al quartier generale del Generale V. Beseler a Fildonk. Ci sono stato tre volte, nel frattempo tornavo alla sede principale, dove i disordini per ulteriori operazioni mi hanno costretto a tornare ancora e ancora. Il generale v. Ho potuto fornire a Beseler alcuni materiali ausiliari, treni ponte e una brigata Landwehr. Ero presente a Fildonk quando Anversa si arrese. L’imperatore mi aveva dato l’autoritàper completare l’eventuale resa, che nel frattempo ho consegnato a Beseler, al quale solo spettava l’onore. Dopo la resa tornai al Gran Quartier Generale. Ormai non avevo più niente da fare, ero esausto e quasi disperato per il mio aspetto. – Sono andato dall’imperatore e gli ho detto che non potevo più sopportare questa condizione. È rimasto sorpreso quando gli ho spiegato che ero completamente escluso e che mi considerava ancora il vero capo delle operazioni. 53 Dopo che gli ho spiegato i fatti, ha detto che non era sua intenzione, che avrebbe lasciato entrare Remedur, che avrebbe riflettuto sulla questione e l’avrebbe cambiata. – Il giorno dopo mi sono ammalato di infiammazione alla cistifellea e al fegato e sono dovuto andare a letto. L’agitazione emotiva delle ultime settimane, il mio umore e la mia situazione disperata avevano avuto un effetto morboso sull’organismo fisico. Dopo che ero rimasto sdraiato per otto giorni, l’imperatore venne a trovarmi e si sedette al mio capezzale per un’ora. Fu molto gentile e premuroso, ma non tornò alle mie funzioni ufficiali. Due giorni dopo ho ricevuto la sua seconda visita. Mi diede un appartamento nel castello e mi consigliò di andarci per un po’ per riprendermi. Avvertì anche il mio secondo aiutante, il capitano Köhler, di prendersi cura di me e fu ancora una volta molto gentile. Sono andato a Homburg un giorno o due dopo, era il 1° novembre. Il 3 novembre è stata firmata l’ordinanza con la quale General v. Falkenhayn è stato nominato mio successore. Rimasi in aria senza alcuna funzione ufficiale. Ho preso queste note superficiali senza avere appunti o materiale a portata di mano. Potrebbero quindi esserci degli errori riguardanti i dati ecc. in esso contenuti. Inoltre ero ancora malato quando l’ho scritto. Devono essere destinati solo a mia moglie e non devono mai essere resi noti al pubblico 54.23) Grande è stato il martirio che ho subito. Credevo di doverlo all’imperatore e al paese. Se ho sbagliato, che Dio mi perdoni. Sono fermamente convinto che l’imperatore non si sia mai reso conto di quello che mi aveva fatto. Ha mantenuto la sua disposizione gentile nei miei confronti anche dopo che me ne sono andato. Homburg, novembre 1914 23 “Ritengo oggi necessaria la pubblicazione degli appunti di Moltke affinché la verità su eventi importanti diventi nota”. (Eliza von Moltke) 55 Dai premi di Hans von Haeften sugli eventi a partire dal 1 agosto 1914 24) Dopo il suo ritorno allo Stato Maggiore, il colonnello generale von Moltke non riuscì a calmarsi riguardo al comportamento del Kaiser. Come mi ha detto la signora von Moltke, quando è entrato nella stanza aveva la faccia blu e rossa e non riusciva a pronunciare una parola a causa dell’eccitazione interiore. Alla fine la tensione si sciolse con un attacco di pianto,Ha ripetutamente pronunciato le parole: “Voglio fare la guerra contro i francesi e i russi, ma non contro un simile imperatore”. (…) La signora von Moltke mi affermò nel novembre 1914 che suo marito aveva senza dubbio avuto un leggero ictus la sera del 1° agosto a causa della terribile eccitazione. 24 Hans von Haeften (1870-1937), che fu aiutante del colonnello generale nel 1914, “registrò immediatamente per iscritto” le comunicazioni orali di Moltke sugli eventi del 1° agosto 1914 e dopo. Le registrazioni dal titolo «Le mie esperienze dai giorni della mobilitazione del 1914» sono state rinvenute nell’Archivio federale/Archivio militare di Friburgo i. Fr. (Segno. N 35/1). Il brano qui riprodotto è un estratto (pp. 34-38) dal capitolo V “Lo scontro tra l’Imperatore e Moltke nel Palazzo Reale dopo l’annuncio della mobilitazione e le sue conseguenze”. – I restanti capitoli degli appunti di Haeften danno anche un’immagine della politica perplessa e ingenua dell’imperatore e cancelliere del Reich Bethmann Hollweg e testimoniano la profonda, coscienziosa e cauta serietà con cui Moltke considerava ogni passo in quei giorni. Così, nella notte tra il 30 e il 31 luglio, concluse così un colloquio con Haeften: “Domani a mezzogiorno (…) si deciderà se guerra o pace. Il Cancelliere del Reich [Bethmann Hollweg], il Ministro della Guerra [Falkenhayn] ed io teniamo una conferenza congiunta a Sua Maestà. Tuttavia, prima di consigliare a Sua Maestà la mobilitazione, aspetterò una terza conferma del rapporto sulla mobilitazione russa. Li aspetto domani mattina, contemporaneamente all’annuncio da Vienna sulla mobilitazione o meno della Wehrmacht austro-ungarica. Naturalmente non c’è quasi più alcun barlume di speranza per il mantenimento della pace”. (Aa0., p. 28.) 56 Quando nel novembre 1914 il colonnello generale von Moltke mi parlò dell’incidente, si lamentò amaramente del comportamento del generale von Falkenhayn, che era presente alla scena nel castello e al posto suo contro il Ho taciuto nel sostenere i piani insensati dell’imperatore. Come mi ha riferito la signora v Moltke, a tarda sera chiese al tenente colonnello v Dommes25, che aveva più familiarità con il colonnello generale v Moltke, di venire da lei perché suo marito non riusciva per niente a calmarsi e lei temeva qualcosa di brutto per lui. la sua salute. Su suggerimento del tenente colonnello v. Per discutere nuovamente tutta la questione in privato con l’Imperatore, il colonnello generale si recò a tarda sera al palazzo dell’Imperatore. Lo trovò già a letto e fu accolto da lui con le parole: “Come si è scoperto ora, il telegramma di Lichnowsky si basa su un malinteso”. Girandosi nel letto, continuò: “Adesso fai quello che vuoi; Non mi interessa niente.” Già nel VI secoloAugusto, colonnello generale von Moltke, riferì personalmente la notizia del fallimento del colpo di stato di Liegi all’imperatore, che gli rivolse violenti rimproveri; aveva sempre detto che tutta l’impresa era una sciocchezza; l’intera idea era irrealizzabile. Questo fallimento danneggerebbe la reputazione della Germania in campo militare. 57 e l’estero provocano gravi danni morali. Quando quella sera il colonnello generale von Moltke poté riferire della riuscita cattura di Liegi, l’imperatore lo abbracciò e non seppe trovare abbastanza elogi e riconoscimenti per questa grande impresa. Le apparizioni con l’Imperatore del 1° e del 6 agosto ebbero un’influenza molto sfavorevole sulla salute del Colonnello Generale, poiché sentiva quanto il rapporto di fiducia tra lui e l’Imperatore fosse stato distrutto. Il suo intero sistema nervoso fu gravemente colpito. Poiché nei giorni successivi le sue condizioni non migliorarono, la signora v Moltke chiese il 9 agosto al tenente colonnello v Dommes di ottenere dall’imperatore il permesso di accompagnare suo marito sul campo, poiché aveva urgente bisogno delle sue cure. Quando il signor v Dommes si recò al castello con questo ordine, incontrò sulle scale l’imperatore e l’imperatrice, accompagnati dagli aiutanti generali colonnello v Plessen e generale v Lyncker, che stavano per partire. Il tenente colonnello v Dommes riferì per la prima volta il suo incarico al colonnello generale v Plessen. Quando presentò all’imperatore la richiesta della signora von Moltke, l’imperatore esplose emozionato: “Ma è assolutamente impossibile che la signora v. Moltke accompagnò suo marito al Gran Quartier Generale. Il colonnello generale non sta soffrendo così tanto.” Solo quando l’imperatrice si accorse che forse avrebbe potuto mandare la signora Moltke a Coblenza come direttrice di un ospedale della Croce Rossa, l’imperatore accettò la proposta. 58 Lo stesso giorno il generale von Lyncker, che aveva assistito alla scena sulla scalinata del Palazzo Imperiale, si recò dal ministro della Guerra, generale von Falkenhayn, e gli chiese se sarebbe disposto ad assumere la carica di capo di stato maggiore. lo Stato Maggiore dell’Esercito da campo in determinate circostanze , poiché è molto dubbio che il colonnello generale contro Moltke sarà in grado di ricoprire la sua posizione data la sua cattiva salute. Generale contro Falkenhayn era d’accordo. Già il 9 agosto era chiaro che General v. Falkenhayn successore del colonnello generale v. Moltke morirebbe se fallisse.26) 26 Il corsivo è dell’editore. – Haeften aggiunge in una nota ai suoi appunti sopra citati: “La rappresentazione dell’evento sulla scalinata del Palazzo Imperiale il 9.August si basa su una comunicazione verbale del tenente colonnello v Dommes a me personalmente. 59 Dagli appunti di Hans von Haeften sugli eventi a partire dal 1° agosto 191427 Dopo il suo ritorno nello stato maggiore, il colonnello generale von Moltke non riuscì a calmarsi riguardo al comportamento dell’imperatore. Come mi ha detto la signora von Moltke, quando è entrato nella stanza aveva la faccia blu e rossa e non riusciva a pronunciare una parola a causa dell’eccitazione interiore. Alla fine la tensione si sciolse con uno scoppio di lacrime, durante il quale pronunciò ripetutamente le parole: “Voglio fare la guerra contro i francesi e i russi, ma non contro un imperatore del genere”. (…) La signora von Moltke mi affermò nel novembre 1914 che suo marito mi aveva parlato la sera del 1° agosto. Gli avvenimenti successivi al 1° agosto “sono stati immediatamente registrati per iscritto”. Le registrazioni con il titolo “Le mie esperienze dai giorni della mobilitazione del 1914” sono state trovate nell’Archivio federale/Archivio militare di Friburgo i.Br. (Segnale N 35/1). Il brano qui riprodotto è un estratto (pp. 34-38) dal capitolo V “Lo scontro tra l’Imperatore e Moltke nel Palazzo Reale dopo l’annuncio della mobilitazione e le sue conseguenze”. – Anche i restanti capitoli degli appunti di Haeften danno un’immagine della politica perplessa e ingenua dell’imperatore e cancelliere imperiale Bethmann Hollweg e testimoniano la profonda, coscienziosa e cauta serietà con cui Moltke considerava a quei tempi ogni passo. Così, nella notte tra il 30 e il 31 luglio, concluse così un colloquio con Haeften: “Domani a mezzogiorno (…) si deciderà se guerra o pace. Il Cancelliere del Reich [Bethmann Hollweg], il Ministro della Guerra [Falkenhayn] ed io teniamo una conferenza congiunta a Sua Maestà. Tuttavia, prima di consigliare a Sua Maestà la mobilitazione, aspetterò una terza conferma del rapporto sulla mobilitazione russa. Lo aspetto domani mattina, contemporaneamente all’annuncio da Vienna sulla mobilitazione o meno della Wehrmacht austro-ungarica. Naturalmente non c’è quasi più alcun barlume di speranza per il mantenimento della pace”. (Aa0., p. 28.) 60 ebbe senza dubbio un leggero ictus a causa della terribile eccitazione. Quando nel novembre 1914 il colonnello generale von Moltke mi raccontò l’accaduto, si lamentò amaramente del comportamento del generale von Falkenhayn, che era stato presente alla scena nel castello e, invece di appoggiarlo contro l’insensato piano del Kaiser, era rimasto in silenzio. . Come mi ha riferito la signora v Moltke, a tarda sera chiese al tenente colonnello v Dommes28, che aveva più familiarità con il colonnello generale v Moltke, di recarsi da lei perché suo marito non riusciva per niente a calmarsi e lei temeva qualcosa di brutto per lui salute. Su suggerimento del tenente colonnello v. Dommes,Per discutere nuovamente l’intera faccenda in privato con l’Imperatore, il colonnello generale si recò a tarda sera al palazzo dell’Imperatore. Lo trovò già a letto e fu accolto da lui con le parole: “Come si è scoperto ora, il telegramma di Lichnowsky si basa su un malinteso”. Girandosi nel letto, continuò: “Adesso fai quello che vuoi; Non mi interessa niente.” Quando, nelle prime ore del 6 agosto, il colonnello generale von Moltke riferì personalmente all’imperatore la notizia del fallimento del colpo di stato di Liegi, l’imperatore gli rivolse violenti rimproveri; Aveva sempre detto che tutta l’operazione sarebbe stata condotta da un 28 tenente colonnello Wilhelm von Dommes (1867-1959) – all’inizio della guerra nel Dipartimento politico dello Stato maggiore – che avrebbe svolto un ruolo importante, in un certo senso fatale, ruolo in connessione con gli appunti di Moltke sulla prima Play August. 61 essere una sciocchezza; l’intera idea era irrealizzabile. Questo fallimento causerebbe un grave danno morale alla reputazione della Germania in patria e all’estero. Quando quella sera il colonnello generale von Moltke poté riferire della riuscita cattura di Liegi, l’imperatore lo abbracciò e non seppe trovare abbastanza elogi e riconoscimenti per questa grande impresa. Le apparizioni con l’Imperatore del 1° e del 6 agosto ebbero un’influenza molto sfavorevole sulla salute del Colonnello Generale, poiché sentiva quanto il rapporto di fiducia tra lui e l’Imperatore fosse stato distrutto. Il suo intero sistema nervoso fu gravemente colpito. Poiché nei giorni successivi le sue condizioni non migliorarono, la signora v Moltke chiese il 9 agosto al tenente colonnello v Dommes di ottenere dall’imperatore il permesso di accompagnare suo marito sul campo, poiché aveva urgente bisogno delle sue cure. Quando il signor v Dommes si recò al castello con questo ordine, incontrò sulle scale l’imperatore e l’imperatrice, accompagnati dagli aiutanti generali colonnello v Plessen e generale v Lyncker, che stavano per partire. Il tenente colonnello v Dommes riferì per la prima volta il suo incarico al colonnello generale v Plessen. Quando presentò all’imperatore la richiesta della signora von Moltke, l’imperatore esplose emozionato: “Ma è assolutamente impossibile che la signora v. Moltke accompagnò suo marito al Gran Quartier Generale. Il colonnello generale non sta soffrendo così tanto.” Solo quando l’imperatrice si accorse che forse nel 62 avrebbe potuto mandare la signora v Moltke a Coblenza come capo di un ospedale della Croce Rossa, l’imperatore accettò questa proposta. Lo stesso giorno il generale von Lyncker, che aveva assistito alla scena sulla scalinata del Palazzo Imperiale, si recò dal ministro della Guerra, generale von Falkenhayn, e gli chiese se fosse disposto ad assumere l’incarico di capo dell’esercito. Stato Maggiore Generale dell’Esercito da campo in determinate circostanze, poiché è molto dubbiose il colonnello generale contro Moltke sarebbe stato in grado di ricoprire la sua posizione data la sua cattiva salute. Generale contro Falkenhayn era d’accordo. Già il 9 agosto era chiaro che General v. Falkenhayn successore del colonnello generale v. Moltke morirebbe se fallisse.29) 29 Il corsivo è dell’editore. – Haeften aggiunge in una nota ai suoi appunti sopra citati: “La descrizione dell’evento avvenuto sulle scale del Palazzo Imperiale il 9 agosto si basa su una comunicazione orale del tenente colonnello v Dommes a me personalmente”. 63 L’intervista del “Matin” Nuovi fatti sulla preistoria della guerra mondiale Un’intervista del giornalista del “Matin” Jules Sauerwein al Dr. Rudolf Steiner sulle memorie del defunto capo di stato maggiore tedesco von Moltke nell’ottobre 1921, la cui pubblicazione è stata impedita. “Lo sai che, secondo i tuoi avversari, si dice che il capo di stato maggiore abbia perso prima la testa e poi la battaglia della Marna a causa tua.” Questa è la domanda che ho posto al famoso ricercatore spirituale e sociologo Rudolf Steiner, tedesco-austriaco di nascita. Provo per lui una sincera ammirazione e sentimenti di amicizia da più di quindici anni. All’epoca mi diede grande soddisfazione tradurre in francese molte delle sue opere teosofiche. Ogni volta che i miei viaggi lo consentono, non manco di visitare il Dr. quando passo per Basilea. Steiner a Dornach per una breve visita. Questa volta l’ho incontrato di nuovo nello strano ed enorme edificio, a cui i suoi studenti hanno dato il nome di Goetheanum in onore di Goethe come precursore della scienza dello spirito. Ho già scritto nel Mattutino dell’uomo, dell’edificio e della sua splendida posizione, sulle ultime propaggini del Giura, coronato da 64 rovine di castelli. Rudolf Steiner era appena tornato dalla Germania dopo aver tenuto conferenze sui suoi insegnamenti a migliaia di ascoltatori entusiasti a Stoccarda e Berlino. Nello stesso giorno ha ricevuto a Dornach un gruppo di 120 teologi con i quali ha discusso questioni teologiche e religiose. Molti di questi teologi, sulla base del Dr. Gli insegnamenti di Steiner per affrontare una riprogettazione della vita religiosa. Dott. Steiner stava attualmente lavorando su un enorme gruppo di sculture in legno raffiguranti Cristo e i poteri di seduzione sottostanti, Lucifero e Arimane. Questa è una delle creazioni più impressionanti che abbia mai visto; costituirà l’estremità centrale della sala a cupola più piccola del Goetheanum. Mentre guardavo gli ascoltatori salire sulla collina in piccoli gruppi per riunirsi per la conferenza, il Dr. Steiner dagli attacchi dei suoi avversari.Contro di lui combattono con ogni arma e in ogni occasione clericali, pangermanisti e fanatici seguaci di varie confessioni religiose. 65 La paura della verità Quando gli ho rivolto direttamente la domanda sul generale von Moltke, ha rivolto su di me i suoi occhi penetranti, che mi guardavano con un volto solcato da quarant’anni di intensa lotta spirituale. «Quello che mi dici non mi sorprende. Non verrà evitato alcun mezzo per espellermi dalla Germania ed eventualmente anche dalla Svizzera. Questi attacchi provengono da contesti diversi. Ma nella misura in cui si estendono ai miei rapporti con Moltke, hanno uno scopo molto specifico. Vogliono impedire la pubblicazione di alcuni appunti che Moltke scrisse per la sua famiglia prima della sua morte e che dovrei far pubblicare nelle librerie con il consenso della signora von Moltke. Queste memorie avrebbero dovuto essere pubblicate nel 1919. Subito prima della sua pubblicazione venne a trovarmi un responsabile della rappresentanza diplomatica prussiana a Stoccarda per dirmi che questa pubblicazione era impossibile e che non l’avrebbero voluta a Berlino. Più tardi venne da me un generale che aveva ricoperto incarichi presso il generale von Moltke e Guglielmo II e mi diede le stesse idee. Ho protestato contro questo e volevo ignorarlo. Pensai di rivolgermi al conte von Brockdorff-Rantzau, che allora si trovava a Versailles; ma non sono riuscito a ottenere nulla 66. I miei sforzi sono stati tanto più infruttuosi perché allo stesso tempo la signora von Moltke è stata avvicinata con idee alle quali non poteva sfuggire. Perché queste paure? Queste memorie non sono affatto un atto d’accusa contro il governo imperiale. Ma ciò che mostrano, forse peggio, è che il governo imperiale era in uno stato di completa confusione e sotto una leadership incomprensibilmente negligente e ignorante. Si può applicare alle personalità responsabili la frase che ho scritto nella mia prefazione: “Non è stato ciò che hanno fatto a provocare il disastro, ma tutta la natura delle loro personalità.” Posso aggiungere che in circostanze particolari il che fece sì che il peso delle risoluzioni decisive finisse per ricadere su un solo uomo, il capo di stato maggiore, che si vide costretto a compiere il suo dovere militare perché la politica aveva toccato il fondo. Non gli ho mai parlato di questioni politiche o militari prima che Moltke si dimettesse. Fu solo più tardi, quando fu gravemente malato, che naturalmente mi parlò apertamente di tutte queste cose, e te lo dirò, poiché la cosa ti interesserà,quello che lui stesso mi ha raccontato e quello che si evince anche dalle sue memorie inedite. 67 Alla fine di giugno 1914 Moltke, dal 1905 capo di stato maggiore, si recò a Karlsbad per motivi di salute. Fino alla sua morte non sapeva nulla di una riunione di Potsdam del 5 o 6 luglio. Tornò a Berlino in buona salute solo dopo l’ultimatum alla Serbia. Fin dal suo ritorno, ha detto, era fermamente convinto che la Russia avrebbe attaccato. Egli prevedeva chiaramente lo sviluppo tragico che le cose sarebbero destinate a prendere, cioè credeva nella partecipazione della Francia e dell’Inghilterra al conflitto mondiale. Scrisse un memorandum per l’imperatore sottolineando la necessità di adottare misure. Il piano dello Stato Maggiore tedesco era sostanzialmente fissato da tempo. È stato fondato dal predecessore di Moltke, von Schlieffen. Conoscete i suoi principi fondamentali: grandi masse dovrebbero essere lanciate contro la Francia per ottenere una decisione rapida in Occidente ad ogni costo. Contro la Russia era previsto un debole esercito difensivo, che sarebbe stato successivamente rifornito nel teatro di guerra occidentale dopo la decisione. Gente ingannata Von Moltke aveva cambiato il piano del suo predecessore in un punto importante. Mentre Schlieffen aveva progettato di marciare contemporaneamente attraverso il Belgio e l’Olanda, Moltke aveva rinunciato all’Olanda nel 68 per dare respiro alla Germania in caso di blocco. Quando Moltke arrivò al castello venerdì 31 luglio, trovò le persone completamente confuse. Come ha detto, ha avuto l’impressione di trovarsi nella posizione di dover prendere una decisione da solo. Quel giorno il Kaiser non aveva ancora firmato l’ordine di mobilitazione, ordine che in Germania equivaleva ad una dichiarazione di guerra, perché non appena fu dato quest’ordine tutto, compresa la prima operazione a determinate ore, si svolse con un automatismo inesorabile. Per quel giorno Guglielmo II si accontentò di proclamare l’imminente pericolo di guerra. Il giorno successivo, sabato 1 agosto, alle quattro del pomeriggio, convocò di nuovo Moltke e nelle sei ore successive si svolse il seguente dramma. Moltke incontra il Kaiser alla presenza di Bethmann Hollweg, a cui tremavano letteralmente le ginocchia, del ministro della Guerra Falkenhayn, del generale von Plessen, Lyncker e pochi altri. Il Kaiser si oppose fermamente alle intenzioni del capo di stato maggiore. Dice di aver ricevuto le migliori notizie dall’Inghilterra. Non solo l’Inghilterra sarebbe rimasta neutrale – come gli aveva detto Giorgio V – ma avrebbe anche impedito alla Francia di prendere parte alla guerra. In queste condizioni sarebbe logico lanciare l’intero esercito contro la Russia. No, rispose Moltke, il piano deve essere attuato sia in Oriente che in Occidente così come è stato deciso,se non vogliamo provocare la più grande disgrazia. Le ragioni tecniche Le obiezioni non riguardano Moltke, lui si rifiuta di cambiare nulla. Sostiene che l’ordine di mobilitazione deve essere eseguito senza alcun ritardo. Non crede ai telegrammi inglesi, e con in mano l’ordine di mobilitazione che Guglielmo II ha appena firmato, viene congedato, lasciando gli altri nello stato di completa confusione. Così avvenne che la decisione di uscire dalla guerra dovette essere presa per ragioni puramente militari. Nel tragitto dal castello allo stato maggiore, la sua macchina viene superata da un’automobile imperiale. Moltke viene richiamato a nome dell’imperatore. L’imperatore è più emozionato che mai. Mostra al suo capo di stato maggiore un telegramma dall’Inghilterra. Crede di poter vedere con assoluta certezza da questo telegramma che il conflitto sarà limitato all’Est e che l’Inghilterra e la Francia rimarranno neutrali. “Bisogna immediatamente dare all’esercito l’ordine di non agire in Occidente”, conclude.La risposta di Moltke è che un esercito non può essere sottoposto all’alternativa di ordini e contrordini. Poi, mentre Moltke era lì, il Kaiser si rivolse all’aiutante d’ala di servizio e gli ordinò di trasmettere immediatamente l’ordine al comando della 16a divisione di Treviri di non marciare verso Lussemburgo. Moltke torna a casa. Scioccato perché si aspetta che da tali misure provenga il disastro più grande, si siede al suo tavolo. Spiega che non può prendere alcuna misura per l’esercito secondo l’ordine telefonico dell’Imperatore. Questo ordine gli viene portato da un aiutante perché lo firmi. Si rifiuta di firmare e rinvia l’ordine. Rimase in uno stato di ottusa stanchezza fino alle 23, nonostante fosse tornato da Carlsbad in buona salute. La campana suonerà alle 11.00. L’imperatore chiede di nuovo di lui. Va subito al castello. Guglielmo II, che era già in pensione, indossa una vestaglia e dice: Tutto è cambiato. La calamità si avvicina. Il re d’Inghilterra ha appena dichiarato in un nuovo telegramma di essere stato frainteso e di non assumere alcun obbligo né per suo conto né per quello della Francia. Conclude dicendo: Adesso puoi fare quello che vuoi. E ora inizia la guerra. Sinistri presagi Nel mese di agosto vidi una volta il generale von Moltke, il 27 agosto a Coblenza. La nostra conversazione ruotava attorno a questioni puramente umane. L’esercito tedesco era ancora in piena vittoria. Inoltre non c’era motivo di parlare di ciò che ancora non c’era. La battaglia della Marna si svolse più tardi. Non avevo più rivisto von Moltke fino al 71. Si svolse in condizioni che dovettero scuotere profondamente le aspettative di von Moltke.Durante le manovre di prova aveva effettuato più volte una cauta avanzata sull’ala destra, che avrebbe potuto essere presa in considerazione per una marcia su Parigi. Kluck, che aveva il comando generale dell’ala destra, avanzò troppo velocemente tre volte. Ogni volta Moltke gli diceva: se avanzi altrettanto velocemente nel momento cruciale, perderemo la guerra in caso di emergenza. Quando l’esercito di Kluck fu minacciato di essere circondato, Moltke si trovò colto da una terribile premonizione. Gli venne in mente il pensiero: la guerra poteva essere persa per la Germania. Questo mi sembra far parte della “psicologia” del corso della guerra. Quando von Moltke tornò al quartier generale il 13 settembre, diede l’impressione di un uomo profondamente scosso. Quelli intorno all’imperatore pensavano che fosse malato. Da quel momento in poi Falkenhayn fu infatti al comando, senza avere il titolo ufficiale. Più tardi, quando Moltke dovette restare a letto, Guglielmo II gli fece visita: sono ancora io a capo delle operazioni? chiese all’imperatore. “Credo davvero che tu lo sia ancora”, gli rispose Guglielmo II, così per settimane l’imperatore non seppe nemmeno chi fosse il vero comandante in capo delle sue truppe. Ma ora un nuovo esempio dell’opinione che si aveva di Guglielmo II nel suo ambiente. Un giorno, quando von Moltke mi descrisse il sentimento di profonda sofferenza che provò tornando attraverso il Belgio dopo la presa di Anversa, gli chiesi per la prima volta dell’invasione del Belgio. Come mai, ho chiesto. che un ministro della Guerra potesse affermare al Reichstag che il piano di invasione del Belgio non esisteva. Questo ministro, rispose Moltke, non conosceva il mio piano, ma il Cancelliere era aggiornato. E l’imperatore? Mai, disse Moltke: era troppo loquace e indiscreto. Lo avrebbe detto al mondo intero! » Jules Sauerwein. 73 Commenti successivi all’intervista “Matin” Mi sembrò impossibile durante una visita dell’amico Dott. Jules Sauerwein non può rispondere alle domande poste. In primo luogo, ritengo che il momento attuale sia quello in cui tutti coloro che sanno qualcosa sulla verità della guerra devono parlare. Date le circostanze, avrei dovuto considerare il silenzio un’inadempienza al dovere. Potrei dire ciò che ho detto in modo del tutto indipendente dalle memorie del signor von Moltke. Tutto questo l’ho sentito dal signor von Moltke nel novembre 1914 e poi da me stesso – anche spesso – e non sono mai stato costretto a tacere. Era naturale non parlarne in un momento inappropriato. In secondo luogo c’è qualcos’altro da considerare. Ho conosciuto il signor von Moltke e nel corso degli anni ho imparato ad apprezzare la nobiltà e l’integrità di questa personalità, dalle cui labbra non è certo mai uscita una falsità soggettiva.Nel luglio 1914 si trovò in una situazione tragica. Conosceva le cose terribili che dovevano essere decise e il suo dovere militare gli imponeva di decidere da solo. Ora potrei forse osservare che durante un’altra recente visita presso di me, il Dr. Jules Sauerwein disse che da certi ambienti ormai si diffondeva la notizia che von Moltke era morto di confusione mentale. Mi ha chiesto cosa c’era di vero in queste cose e nel loro collegamento con la guerra. Anch’io mi sono sentito obbligato a non restare in silenzio di fronte a queste affermazioni scandalose e false. (Non c’è quasi bisogno di dire che la signora von Moltke non sapeva nulla di una conversazione con il dottor Sauerwein.) A mio parere, le discussioni sulla “colpa” per la guerra vanno nella direzione completamente sbagliata. Non puoi nemmeno parlare di “colpa” come fai tu. C’è una tragedia. E la guerra è nata da una situazione tragica. Ciò dimostra meglio come devo credere a ciò che ho sentito dal signor von Moltke sulle prossime ragioni della guerra. Non sento il bisogno di rispondere alle chiacchiere insensate sulle tendenze “mistiche” di von Moltke. Ciò che faceva in relazione alla guerra lo considerava una necessità derivante dal suo dovere militare. E penso che ciò che ha detto possa collocare la discussione sulla “colpa” della guerra su una base diversa da quella su cui si regge nel mondo oggi. Rudolf Steiner. 75 A proposito delle “Risposte” all’articolo del “Matin” Quando ho letto i pochi “commenti successivi” nel n. 15 di questo settimanale sul Dr. Quando ho scritto la versione di Sauerwein di una conversazione tra me e lui, non avevo ancora letto nessuna delle dichiarazioni apparse sulla stampa sull’articolo “Matin”. Presumo che ogni lettore imparziale di questo articolo debba riconoscere che c’è qualcosa in ciò che ho comunicato riguardo alle dichiarazioni orali o scritte di von Moltke, la cui ulteriore discussione deve portare il mondo a non credere più che la Germania sia “colpevole”. , ma di un destino tragico. Perché da questi resoconti emerge chiaramente: 1. che la situazione in Germania alla fine di luglio 1914 portò la decisione sulle misure da adottare nelle mani di un uomo, il capo di stato maggiore von Moltke. Nel momento cruciale non gli fu permesso di fare altro che il suo dovere militare. Ciò elimina ogni discorso sui guerrafondai tedeschi. La descrizione di von Moltke dimostra che, anche se tali guerrafondai fossero esistiti, non avrebbero avuto alcuna influenza sulla decisione di von Moltke. La descrizione di Moltke non è quella di un partito, ma quella di un uomo che ha agito con acuto senso di responsabilità. La sua parola viene considerata sopra ogni altra. Non si discute dell’onere che grava sulla Germania. 2.Dalla riproduzione delle dichiarazioni di von Moltke risulta chiaramente che egli non sapeva nulla del consiglio di Potsdam (un presunto Consiglio della Corona) del 5 o 6 luglio fino alla sua morte. Ciò smentisce tutte le favole che attribuivano un’importanza cruciale a tali consigli. Come si possa dire che io continui a proporre questa favola è al di là delle mie capacità. 3. Ho sentito spesso da von Moltke che il piano di guerra proveniva essenzialmente da von Schlieffen. Sembra importante che von Moltke abbia sottolineato di aver abbandonato l’intenzione di Schlieffen di marciare attraverso l’Olanda Meridionale con l’ala destra e di aver preferito affrontare le grandi difficoltà tecniche causate dal fatto che l’ala destra dell’esercito tedesco doveva passare attraverso per infilarsi nello stretto spazio tra Aquisgrana e il confine meridionale della provincia del Limburgo. Da ciò è chiaro a ogni persona imparziale che il comando dell’esercito tedesco ha cercato molto seriamente di non fare all’Occidente una cosa in più di quella che allora era considerata un’ingiustizia così grave rispetto a ciò che avevano fatto dopo che aveva dovuto fare una pesante responsabilità. Tutto il resto sarebbe stato una questione di competenza della leadership politica. Questo fatto può essere dimostrato dal fatto che von Schlieffen lo considerava più necessario. Dal fatto che già più di un decennio prima dello scoppio della guerra vi era l’intenzione di marciare attraverso l’Olanda, non si può davvero concludere nulla sugli eventi del 1914. Cercare di gravare la Germania con questo è semplicemente ridicolo. 4. Chiunque abbia conosciuto von Moltke dovrebbe sapere che dalle sue labbra non poteva uscire alcuna falsità su tutte queste cose. Ma è importante che il mondo sappia come si trovò collocato nel suo ambiente nell’ora che lui, come nessun altro, vide come l’ora fatidica della Germania. Tacere su ciò che è accaduto tra lui e ciò che lo circondava significa nascondere al mondo la cosa più importante che si possa sapere per valutare lo scoppio di una guerra. Altri potrebbero pensarla diversamente, magari per proteggere questa o quella persona. Ma non dovrebbero attribuire intenzioni ingiuste a coloro che potrebbero non essere d’accordo con loro. Ora dalle dichiarazioni alla stampa che seguono il Dr. Sauerwein, quelli della “Deutsche Allgemeine Zeitung” sono probabilmente quelli che possono essere presi più sul serio. In risposta all’osservazione del Maggiore Generale von Haeften secondo cui le mie comunicazioni intendono chiarire: “Tutti quegli uomini nelle cui mani era allora il destino della Germania erano più o meno deboli 78″, voglio solo dire questo: avete bisogno ma solo per leggere le tante memorie che sono state scritte dalla fine della guerra per vedere cosa hanno pensato “quegli uomini”; e allora difficilmente si dirà con giudizio imparziale:“Tale tendenza non può essere contrastata in modo sufficientemente esplicito”. Ho riprodotto il giudizio di Moltkes. Se vuoi una prova di ciò, leggi le memorie di Tirpitz. Ma quello che non posso accettare è la frase di von Haeften: …. perché la debolezza e la negligenza in una situazione del genere sono forse più gravose e una colpa più grande della cosciente volontà di guerra.” Puoi parlare così se vivi nel mondo reale e non in un mondo fantasma? Ciò di cui la Germania viene accusata è “volontà consapevole di guerra”. Puoi vedere la sua colpa in lui. Se non si può più parlare di volontà di guerra cosciente, ma solo di “légèreté” e di “ignoranza inconceivables” (incomprensibile imprudenza e ignoranza), allora è possibile lavorare per una revisione delle opinioni sulla “colpa”. Del resto è significativo che von Haeften non parli di ciò che ho effettivamente detto, ma di “debolezza e disattenzione”. Ho sentito e letto spesso queste parole in Germania; Ma non ne avevo bisogno. Il fatto che la disattenzione e l’ignoranza, cioè caratteristiche per le quali chi le possiede è in definitiva incompetente, possano dar luogo ad una “colpa maggiore” di una “cosciente volontà di guerra” sarà in primo luogo difficile da spiegare al pensiero giuridico; in secondo luogo, se visto correttamente, “ In una situazione come quella del luglio 1914, ciò condurrebbe probabilmente ad un destino tragico, 79 ma non porterebbe ad una condanna per colpa “cosciente”. Qualunque altra cosa il signor von Haeften affermi sulla relazione di von Moltke con me, potrebbe saperlo meglio. Dice: “Finché era in piena salute, il colonnello generale von Moltke fu completamente ostile al signor Steiner e ai suoi sforzi, anche se la signora von Moltke, che era affascinata dalle idee di Steiner, aveva spesso cercato di influenzare suo marito nello spirito di Steiner per influenzare. Fu solo il colonnello generale, che era mentalmente e fisicamente malato, ad aprirsi alle idee di Steiner durante la sua visita al castello di Homburg nel novembre 1914, e dopo le sue dimissioni dalla carica di capo di stato maggiore generale dell’esercito da campo, pose la sua fiducia nel signor Steiner, fiducia che ha in lui ancora oggi, grazie.” Queste accuse sulla mia relazione con il signor von Moltke sono tutte oggettive falsità. Piuttosto è vero quanto segue. Frequentavo la casa del signor von Moltke dal 1904. Sono stato invitato ad ogni singola visita. L’invito non è arrivato solo dalla signora von Moltke, ma anche dal signor von Moltke. Ho la più grande ammirazione per il signor von Moltke. Ma non mi sono mai imposto. Le conversazioni, che spesso duravano molte ore, includevano sempre domande sulle visioni del mondo. Il signor von Moltke è stato abbastanza illuminato da vedere che la mia visione del mondo è completamente lontana da ogni nebuloso misticismo e vuole poggiare su sicure basi di conoscenza. Non sarebbe stato affatto facile “influenzarlo”,anche se ci provassi. Ma ha visto che non stavo cercando di “influenzare” nulla. Mi ha detto non una volta, ma molto spesso: “La tua visione del mondo soddisfa la mente, perché con essa è una cosa che non ho mai visto prima in nessun’altra: tutte le cose si sostengono a vicenda e si incastrano senza contraddizione”. Poiché il suo pensiero era del tutto sano, aveva anche un sano scetticismo e non riusciva a superare facilmente molte cose. Continuava ad avere dubbi. Ma anche di fronte ai dubbi ha sempre fatto la suddetta affermazione. Mi ha anche detto: “Se le persone con il livello di istruzione di oggi imparano a conoscere le tue opinioni, allora avrai cose bellissime da sperimentare”. Questo rapporto esisteva tra me e il signor von Moltke dal 1904; E questo non è cambiato minimamente dopo la mia visita a Homburg, anch’essa su invito. Dalla visita a Homburg fino alla sua morte, ha creduto in me né meno né più di quanto avesse creduto dieci anni prima. – Se, a suo avviso, che è l’unica cosa che mi importa davvero in questa faccenda, lo ringrazio per la sua fiducia peggio di chi dice che von Moltke mi ha parlato solo perché era malato di mente e di corpo, e non voglio discuterne perché anche lui godeva della sua fiducia. L’unica cosa che mi viene in mente è che qualcuno che si trovava “nell’ambiente ufficiale” del colonnello generale von Moltke allo scoppio della guerra e durante il suo soggiorno a Homburg nell’81 parla di “dimissioni dalla sua posizione di capo di stato maggiore generale dell’Esercito da campo” senza temere di usare una frase discutibile con questa formulazione. Ho già detto sopra che l’articolo di Sauerwein smentisce la favola del Privy Council del 5 luglio. Se si dice che ho nascosto il fatto che il colonnello generale von Moltke non poteva sapere nulla del Consiglio della Corona perché non ebbe mai luogo, mi sembra un cavillo, perché se il signor von Moltke non sapeva nulla riguardo ad una questione del genere, allora non sarebbe potuto accadere nulla di ciò che sarebbe stato significativo. Come ho detto sopra, mi sembra abbastanza chiaro che oggi l’Olanda non può essere coinvolta in una nuova campagna di propaganda francese sulla questione della colpevolezza da parte di persone sensate perché è stato detto che il signor von Moltke voleva astenersi dal marciare attraverso l’Olanda. Le parole del signor von Moltke dimostrano che una simile marcia fu evitata molto prima del 1914, anche se il signor von Schlieffen, che von Moltke considerava anche una grande autorità militare, credeva che una tale marcia potesse essere necessaria. Ma non è del tutto irrilevante che questa marcia, che il signor von Haeften ammette anche che von Schlieffen abbia portato nel suo “cerchio di considerazioni”, sia stata effettuata solo a condizione chese “l’Olanda si unisse volontariamente alla parte tedesca in caso di scoppio della guerra nell’82”. Così dice il signor von Haeften. Nessuno lo metterà in dubbio. E se, come bisogna ammettere dal punto di vista militare, questo è un sollievo per la Germania, si può anche sostenere che, dopo un esame più approfondito della questione, la menzione delle intenzioni di von Schlieffen nei confronti dell’Olanda e della marcia attraverso il Belgio appare in un luce diversa da quella in cui lo si è visto solo finora. Questo requisito si applica anche al Belgio entro certi limiti. Il signor von Moltke si aspettava che, sebbene il Belgio non si sarebbe schierato dalla parte tedesca, sarebbe stato comunque sufficientemente amichevole da non opporre alcuna resistenza armata al passaggio. Non è quindi del tutto certo che la Germania avrebbe comunque marciato attraverso il Belgio se le cose non fossero semplicemente accadute precipitosamente nei giorni decisivi. Come giudicare politicamente queste cose non è qualcosa che devo discutere qui, anche se so che la garanzia di neutralità belga era molto speciale; perché non ne ho parlato con il Dott. Vino acido, ma solo secondo l’opinione del signor von Moltke. Gli spostamenti dei dati menzionati dal signor von Haeften e riportati nell’articolo di Sauerwein sono stati corretti nel n. 15 di questo settimanale. Ciò che von Haeften aggiunge dettagliatamente a ciò che è stato detto nell’articolo “Matin” non contraddice sostanzialmente ciò che è stato detto lì; anzi lo completa e lo conferma nei punti essenziali. Il signor 83 von Haeften dice: “L’affermazione del signor Steiner secondo cui il colonnello generale von Moltke si rifiutò di controfirmare un ordine dell’imperatore che gli era stato portato da un aiutante di ala e rimandò indietro l’ufficiale è una completa invenzione. Il colonnello generale von Moltke si rifiutò semplicemente di firmare un corrispondente progetto di ordine del capo del dipartimento operativo (tenente colonnello Tappen). Non c’è nessun’altra persona da correggere oltre all ‘”aiutante di ala”, perché non ho affermato che il “progetto di ordine” sia stato scritto dall’imperatore stesso. E sono felice di ammettere che un ufficiale ne sa più di Sauerwein sugli aiutanti di ala. Le parole di Von Moltke al riguardo sono: “Quando mi è stato presentato il dispaccio per la 16a divisione, che ripeteva l’ordine dato telefonicamente, ho spinto la penna sul tavolo e ho dichiarato che non l’avrei firmato”. Il signor von Haeften sottolinea: “Nonostante alcuni punti di vista contrastanti, soprattutto negli ultimi anni della sua vita, il generale von Moltke era un soldato incrollabilmente fedele al suo imperatore”. Questo è da concordare pienamente. Si può dire anche di più. Von Moltke era uno dei migliori servitori del suo imperatore. E da uomo sempre pienamente consapevole della propria responsabilità,Non si trattenne mai dal dare all’imperatore il consiglio che riteneva più opportuno, anche se contraddiceva le opinioni dell’imperatore. Ma proprio questo rende i detti di von Moltke, riprodotti in modo assolutamente corretto, così preziosi. Non è stato un nemico dell’imperatore a farlo, ma piuttosto uno dei servitori più fedeli a strapparlo alla faccenda. Chi crede che von Moltke abbia parlato per risentimento o amarezza, fraintende il colonnello generale. Tutto ciò che visse dalla fine di luglio 1914 in poi lo devastò; Ma non è mai stato in uno stato che possa essere definito una malattia mentale, nel senso in cui lo vivono oggi coloro che credono di dover giustificare le sue parole con lo stato della sua anima. Sono fermamente convinto che quanto ha detto sia idoneo a collocare tutte le precedenti discussioni sulla “questione di colpa” su una base sulla quale non vogliono gli attuali governanti degli stati vittoriosi, ma per la quale sempre più persone in tutto il mondo stanno diventando le persone sensate siano accessibili. Non riesco a capire perché il signor von Haeften, che ho conosciuto come uomo di buon senso, oggi non sia aperto a simili considerazioni. Bisogna riconoscere che sarà il popolo tedesco a soffrire di più quando affermazioni come il punto di vista di Moltke vengono ripetutamente descritte come un crimine. Il popolo tedesco non ha bisogno di trattenersi dalla verità. Le persone che finora lo hanno ferito di più sono state quelle che credevano di doverlo fare. La verità non graverà sul popolo tedesco, ma lo solleverà. Ciò avrebbe dovuto essere riconosciuto nei giorni che precedettero la pace di Versailles. Dovremmo vederlo di nuovo oggi. Coloro che vogliono difendere i politici tedeschi del 1914 dovrebbero ricordare ciò che scrive von Tirpitz nelle sue “Memorie”. Ad esempio, pagina 242: “L’impressione della decapitazione della nostra leadership politica è diventata sempre più preoccupante. La marcia attraverso il Belgio non le sembrava essere un fatto accertato prima (si intende la notte tra l’1 e il 2 agosto). Dopo la mobilitazione russa, il Cancelliere ha dato l’impressione di un uomo che sta annegando… Mentre gli avvocati del Ministero degli Esteri si chiedevano se fossimo già in guerra con la Russia oppure no, si è scoperto che si erano dimenticati di chiedere all’Austria se voleva combattere con noi contro la Russia. A pagina 245, lo stesso von Tirpitz dice: “Dopo che il Cancelliere lasciò la riunione, Moltke si lamentò con il Kaiser dello stato “deplorevole” della leadership politica, che non aveva alcuna preparazione per la situazione e lo era ancora adesso che la valanga stava rotolando “Non pensavo ad altro che ai voti legali.” E uomini, di cui uno (von Tirpitz),chi ha lavorato con loro deve parlare così, il popolo tedesco non dovrebbe esprimere critiche ma piuttosto “grazie”. Basti dire che “pensavano e agivano in modo del tutto logico e doveroso”. Pagina 248 dice von Tirpitz: “L’innocenza morale del nostro governo di allora può essere resa chiara solo attraverso una presentazione aperta della sua inadeguatezza diplomatica… 86 Le opinioni e le dichiarazioni di von Moltke vanno decisamente nella direzione in cui queste cose devono essere reso chiaro. Se discussi adeguatamente, non possono non avere effetto. Ma se se ne discute come è stato fatto finora, allora ovviamente accadrà qualcosa per cui “il popolo tedesco dovrà pagare”, perché purtroppo deve già “pagare” abbastanza. Se si abbia il diritto di parlare di “dilettanti politici” come fa von Haeften, con il retroscena che è tra l’altro fornito nelle parole di von Tirpitz a pagina 248, deve essere seriamente messo in discussione. Si dice che i politici del 1914 “fallirono”… “per mancanza di pensiero diretto e chiaro”. Per il momento preferirei tacere sulle denigrazioni personali come quelle contenute nelle frasi sulla mia “dipendenza dal ruolo politico”. Non mi sarei aspettato il verdetto del signor von Haeften, che una volta ho conosciuto come un uomo dalla mente nobile. Sembra che non solo si possano avere pregiudizi in anticipo, ma che, anche se non li si abbiano, si possano anche acquisire in seguito. Non pensavo di poter tenere segreto ciò che ho detto, perché purtroppo vedo che personalità che possono certamente avere l’opinione soggettiva di non preoccuparsi degli “affari del nemico”, lo fanno proprio perché sono fedeli alla verità, sicuramente non lo fanno. Non voglio dare libero sfogo. Secondo me, devo riconoscere anche oggi come in alcuni ambienti si commettono peccati in questa direzione. Contro le obiezioni mosse all’intervista “Matin” Sembra doveroso rispondere alle obiezioni del signor maggiore Muff (“Stuttgarter Neues Tagblatt”, 1 novembre 1921), del tutto oggettive, contro l’intenzione e il contenuto della risposta all’intervista “Matin”. Ma prima vorrei esprimere la mia soddisfazione per questa obiettività; Perché quando non provi costantemente altro che denigrazione personale da così tante parti, sei felice di avere a che fare con un tono nobile nella polemica. Per prima cosa, il Maggiore Muff dice che andrò dal Dr. L’intervista di Sauerwein aggiunge nei commenti successivi: “Non si può davvero parlare di colpa come si fa. C’è una tragedia. E la guerra è stata causata da una situazione tragica”. Se continuate a leggere alcune frasi nelle mie “osservazioni successive” vi imbatterete nelle seguenti parole: “E penso che quello che lui (Moltke) ha detto,”è adatto a collocare il dibattito sulla ‘colpa’ della guerra su una base diversa da quella su cui si regge oggi nel mondo.” Il maggiore Muff dice: “Come tedeschi abbiamo tutte le ragioni per opporci a un simile cambiamento nel livello della discussione”. Sinceramente mi sembra un po’ donchisciottesco. Tutto il contesto delle mie parole significa che la discussione “nel mondo”, cioè nelle condizioni attuali, essenzialmente tra gli oppositori della Germania, dovrebbe essere posta su una base diversa da quella su cui si trova. Su quali basi sta lì? Nientemeno che la Germania ha provocato deliberatamente la guerra. Il fatto che Lloyd George a volte parli in un modo e a volte in modo leggermente diverso non può davvero portare a credere che “la verità sulla colpa della guerra”… “sia già in cammino”. Se oggi si guarda senza essere estranei al dibattito sulla colpa di guerra, ci si potrebbe accontentare se la discussione si basasse sulle persone razionali fuori dalla Germania: non c’è una “colpa” da parte tedesca, come si pensava prima, ma punto di partenza c’è una tragica situazione in Germania. Credo che non sia realmente nell’interesse della Germania respingere un simile cambiamento nella base della discussione. Soprattutto se si ammette l’essenza di questa tragica situazione, come fa il maggiore Muff. Rispetto al verdetto di Moltke allo scoppio della guerra, egli parla di “innocuità politica, per usare un eufemismo”, dei principali politici tedeschi. Ebbene, vista la portata della questione, forse non è del tutto necessario usare un eufemismo. Se non si fa questo, bisognerà considerare la sentenza del maggiore Muff anche come la prova che i politici tedeschi nel 1914 fallirono completamente. Ma è proprio qui che risiede la tragica situazione. Questa è la particolarità della polemica che segue l’intervista del “Matin”: si dice che ciò che contiene questa intervista è sbagliato; e poi dici quello che devi dire tu stesso: e in ogni fatto concreto dai solo conferma di quello che c’è nell’intervista. Il maggiore Muff ritiene che con l’articolo del “Matin” il “pensatore normale” darà ora la “colpa” alla Germania, perché è stato detto che il piano di mobilitazione tedesco prevedeva la guerra non solo contro la Russia, ma anche contro la Francia, e questa Il piano doveva “avviarsi con implacabile automatismo”. A sostegno di questa convinzione il maggiore Muff cita una frase dell’intervista, alla quale inserisce un suo intermezzo: lo stato maggiore tedesco doveva farlo.” Questa citazione è errata dal Maggiore Muff inserendo le parole:“Ciò che si intende è il piano di schieramento inflessibile dello Stato Maggiore tedesco”. Queste parole non sono nell’intervista. Ciò che si intende è affermato nelle parole che precedono quelle menzionate nell’intervista. E queste sono: “Con l’ordine di mobilitazione in mano, che Guglielmo II ha appena firmato, lui (Moltke) viene rilasciato, lasciando gli altri in uno stato di completa confusione”. Avendo così sottolineato che i dirigenti politici erano in “completa confusione”, si dice ciò che cita il maggiore Muff: “Così è successo che la decisione di uscire dalla guerra doveva essere presa da considerazioni puramente militari”. Il maggiore Muff trasforma ora una decisione che, secondo le chiare dichiarazioni di Moltke e secondo i suoi appunti (e anche secondo le dichiarazioni di Haeftens nella “Deutsche Allgemeine Zeitung”), non può essere intesa se non come militare, in una decisione politica portata avanti di Moltke. Dice che Moltke era fermamente convinto “che la Russia avrebbe attaccato e che Francia e Inghilterra si sarebbero schierate dalla sua parte. Per lui ciò significava una guerra su due fronti, non per ragioni militari ma politiche. Moltke disse all’Imperatore, quando espresse la sua volontà per motivi politici di far marciare l’intero esercito verso Oriente, che lo schieramento di un esercito di milioni di persone non poteva essere improvvisato, che era il risultato di un lavoro lungo e arduo e, una volta deciso, non poteva essere cambiato. Se l’imperatore avesse voluto condurre l’intero esercito verso est, non avrebbe avuto un esercito già pronto, ma piuttosto un gruppo disordinato di persone armate e disordinate senza provviste. Cosa può esserci di più chiaro del fatto che le ragioni militari vengono usate contro quelle politiche? In realtà il maggiore Muff si sente in dovere di ammetterlo. Ecco perché dice che le ragioni di Moltke erano politiche; ma ha dichiarato militare. E costruisce il suo pensiero nel modo seguente: “Se Moltke ha rifiutato di rinunciare allo schieramento su due fronti, che si basava sugli studi operativi di Schlieffen, non è perché non fosse tecnicamente in grado di effettuare un altro schieramento, ma perché era fermamente convinti che Francia e Inghilterra si schiereranno immediatamente dalla parte della Russia… Lui, il soldato, non ha addotto ragioni politiche contro i capi nominati della politica estera tedesca. Doveva fare tutto il possibile per impedire una decisione che gli avrebbe posto, come capo delle operazioni militari, un compito insolubile e disastroso per la Germania. Naturalmente ricorse a un mezzo dal quale poteva solo sperare di avere successo. Per ragioni tecniche si dichiarò impossibilitato a portare a termine da solo lo schieramento contro la Russia, come richiesto dall’imperatore e dai suoi consiglieri politici.Dalle note di Moltke risulta chiaro che in realtà solo ragioni politiche furono decisive per il suo rifiuto. È vero il contrario. Se qualcosa è chiaro dagli appunti di Moltke, è che per ragioni tecnico-militari – dice il maggiore Muff: “come capo delle operazioni militari” – ha chiesto la rigorosa attuazione di quanto ritenuto assolutamente necessario per una guerra su due fronti. Considerato il carattere di Moltke, non posso immaginare che si sarebbe semplicemente nascosto dietro le ragioni chiaramente esposte. Se non si discute sulle parole e ci si astiene dal descrivere ciò che è decisamente tecnico-militare come politico, si possono confrontare senza pregiudizi le dichiarazioni del maggiore Muff con quelle dell’intervista. Ed ecco: l’intervista dice: “Lui (Moltke) prevedeva chiaramente lo sviluppo tragico che le cose avrebbero preso, cioè credeva nella partecipazione di Francia e Inghilterra al conflitto mondiale”. Alla decisione di Moltke viene attribuita esattamente la stessa cosa che le attribuisce il maggiore Muff. E non ha nemmeno una buona opinione dei leader politici nominati. Ma così facendo ammette che la decisione era nelle mani di von Moltke. E doveva compiere il suo dovere militare. – Come si possa quindi credere che dall’intervista si possa affermare che lo Stato Maggiore tedesco abbia provocato la tragica situazione è incomprensibile. Dall’inizio alla fine l’intervista vuole dimostrare che la tragica situazione è stata dovuta all’incompetenza dei politici e che il capo di stato maggiore tedesco ha agito come avrebbe dovuto. Per il Dott. Sauerwein non aveva motivo di “ridere sotto i baffi”. Ciò potrebbe verificarsi solo se in Germania si continuasse a dire che ci si “protegge” contro lo “spostamento del livello della discussione” nella direzione che non si può parlare di “colpa tedesca” nel senso in cui si è parlato finora di nel mondo al di fuori della Germania. Se si vuole restare fedeli ai fatti semplici e senza clausole descritti da Moltke, non ha senso discutere la questione del dottorato se l’affermazione secondo cui in Germania l’ordine di mobilitazione equivaleva a una dichiarazione di guerra fosse un’assurdità dal punto di vista militare. di vista. Non si tratta di definizioni tecnico-militari, ma della realtà della fine di luglio e dell’inizio di agosto 1914. E di questa realtà lo stesso maggiore Muff dice che ciò che era “privo di senso” dal punto di vista tecnico-militare era politicamente corretto nella misura in cui poiché “stavamo cercando di porre fine alla guerra”. A differenza dei nostri avversari, noi avevamo rinviato ogni misura militare fino alla fine, dando loro così un prezioso vantaggio, in modo che l’ordine di mobilitazione e l’inizio della guerra coincidessero. Si dovrebbe pensare, per i processi,che si svolgono nel tempo, viene presa in considerazione questa coincidenza temporale, non il fatto che l’ordine di mobilitazione e l’inizio della guerra hanno definizioni teoricamente diverse. Il maggiore Muff afferma: “Secondo il piano, lo schieramento dovrebbe seguire immediatamente la mobilitazione per non perdere tempo. Ma secondo il modo in cui sono stati fatti i preparativi, la semplice aggiunta sarebbe stataCommento all’ordine di mobilitazione: Inizialmente lo spiegamento non verrà effettuato, è sufficiente semplicemente portare a termine la mobilitazione. Certamente, secondo tutto quello che si può apprendere dalle dichiarazioni di Moltke, egli non avrebbe fatto questa aggiunta dopo l’emissione dell’ordine di mobilitazione. Perché era dell’opinione che ogni ritardo avrebbe fatto male. Quindi questa affermazione è teoricamente corretta, ma praticamente priva di significato. 94 Il maggiore Muff attribuisce grande importanza al fatto che esistesse un piano per uno schieramento solitario anche a est. Bisogna invece porsi due domande. Innanzitutto perché von Moltke non ha tenuto conto di questo piano al momento della decisione? Il maggiore Muff dirà, poiché ritiene che l’opinione dei politici sia insensata, che l’Occidente rimarrebbe neutrale. Ma poi non poteva dire all’imperatore che quando marciava in Oriente non aveva un esercito potente, ma piuttosto un gruppo disordinato di persone armate e trascurate. E in secondo luogo: se ha detto questo – e lo ha detto – perché non gli è stato risposto: abbiamo anche il piano di spiegamento solo per l’Est? Non c’è bisogno di dubitare che il Maggiore Muff abbia ragione nel parlare di un simile piano di spiegamento sulla carta; Ma a quanto pare Moltke non lo ritenne fattibile per ragioni tecnico-militari nel momento in cui dovette prendere la decisione da lui. Il maggiore Muff dice anche: “Steiner vuole senza dubbio mantenere il suo scudo sulla memoria di Moltke. In realtà, però, gli attribuisce un’enorme responsabilità quando afferma che la decisione di uscire dalla guerra è stata presa attraverso il rigido piano di intervento del Capo di Stato Maggiore Generale. Innanzitutto non ho “rivendicato” nulla di mia iniziativa, ma ho semplicemente riprodotto fedelmente le dichiarazioni di Moltke. In secondo luogo, da questa riproduzione risulta chiaro che la decisione finale, secondo il testo dell’intervista, è stata la seguente: “Alle 11 lui (Moltke) suona… Va direttamente al castello. Guglielmo II… dice: Tutto è cambiato. Il re d’Inghilterra ha appena dichiarato in un nuovo telegramma di essere stato frainteso e di non assumere alcun obbligo né per suo conto né per quello della Francia. Conclude con le parole: “Ora puoi fare quello che vuoi”. Di ciò che riguarda il passaggio attraverso l’Olanda ho già parlato nel n. 17 di questo settimanale. Per quanto riguarda la battaglia della Marna, le frasi dell’intervista si basano su resoconti di Moltkes; Ciò che dice il maggiore Muff si basa in gran parte su conclusioni che, tuttavia, non toccano l’essenza dell’intervista. Perché questo sta nell’enfasi sulla “psicologia” del corso della guerra al momento della battaglia della Marna. Ne ho parlato perché, come fa ancora il maggiore Muff, si sostiene che “il capo di stato maggiore, la cui leadership mancava di mano sicura, era più colpevole del capo della 1a armata”.L’affermazione di Moltke è psicologicamente rilevante per questa affermazione. – Se ci si avvicinasse all’intervista del “Matin” con una mente aperta, si vedrebbe cosa si potrebbe guadagnare dalle dichiarazioni di Moltke per scagionare la Germania. In Francia non se ne ride nemmeno, ma per ora si cerca di discuterne il meno possibile. Perché la discussione giusta porta a cose che non vuoi ancora sentire. In Germania dovresti condurre questo incontro in modo diverso da come fai tu. Ci sarà altro da dire a riguardo in questo settimanale.

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